
Papst Franziskus hat sich gegen ein Kopftuchverbot ausgesprochen und vor einer „übertriebenen Laizität“ in Frankreich gewarnt. Zugleich betonte er, dass Europa nicht nur christliche Wurzeln habe und andere Kulturen und Religionen berücksichtigt werden müssen, damit Europa vorankommen kann.

Laut Vincent Peillon dürfe der Laizismus nicht genutzt werden, um einen Teil der Bevölkerung aufgrund seiner Religion zu stigmatisieren. Sein Vergleich, der Juden im Vichy-Regime mit den Muslimen in der heutigen Zeit, löste eine ungewollte Debatte aus.

In Frankreich wurde die erste Islam-Stiftung gegründet. Künftig sollen islamische Kultur- und Bildungsprojekte gefördert werden.

Frankreich ist im Wahlmodus. Am Sonntag finden die Vorwahlen der konservativen Republikaner statt. Migration, Europa und das Kopftuch sind zentrale Themen.

Frankreichs Premierminister François Hollande fordert in einem offenen Brief einen „französischen Islam“. Frankreichs Muslime reagieren gespalten.

Eine Umfrage in Frankreich liefert interessante Ergebnisse über den Alltag der dort lebenden Muslime. Die Hälfte der Muslime fühle sich integriert und könne ihre Religion frei ausüben.

Nach schweren Ausschreitungen mit fünf Verletzten am Strand der französischen Mittelmeerinsel Korsika, wurden fünf Männer verurteilt. Grund sei der Burkini gewesen. Der Hauptbeschuldigte muss zwei Jahre Haft absitzen.

Die Vereinten Nationen (UN) begrüßen das Urteil des Obersten Verwaltungsgerichts in Frankreich und fordern die Behörden auf, ähnliche Verbote unverzüglich aufzuheben.

Aktuell diskutiert Frankreich über einen französischen Islam. Der Rauswurf zweier Muslimas aus einem französischen Restaurant sorgt für zusätzliche Unruhe.