Islamfeindlichkeit

2021: 662 Angriffe auf Muslime und Moscheen

Im Jahr 2021 hat es in Deutschland täglich fast zwei Angriffe auf Muslime gegeben – und das trotz der Corona-Beschränkungen im öffentlichen Raum.

23
02
2022
Islamfeindliche Straftaten
Symbolbild: Islamfeindlichekeit © Facebook, bearbeitet by IslamiQ.

Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland 662 Angriffe auf Muslime und Moscheen gegeben. Somit ist die Zahl der Straftaten gegen Muslime und Moscheen in Deutschland erstmals seit drei Jahren wieder gesunken. Ein Grund für den jüngsten Rückgang seien unter anderem die Corona-Restriktionen für den öffentlichen Raum. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochsausgabe) berichtet.

Bei den Tätern handele es sich überwiegend um Rechtsextreme. Zu den erfassten Straftaten zählten etwa Hetze im Internet, Drohbriefe und persönliche Angriffe, aber auch Sachbeschädigung und Schmierereien. Bei den Taten wurden demnach 17 Menschen leicht oder schwer verletzt. Die Behörden registrierten alleine in 46 Fällen Anschläge, Schmierereien und Schändungen auf und von Moscheen. 

Die abschließenden Zahlen für das vergangene Jahr könnten noch höher liegen, da in den nächsten Wochen Nachmeldungen zu erwarten seien. 2017 waren es 950 Straftaten gewesen, 2018  824 Taten, 2019 genau 884 und 2020 nun 901 Taten. 

Der Vorsitzende des Islamrats, Burhan Kesici zeigt sich erfreut über die gesunkenen Zahlen. „Wir hoffen, dass die Zahlen in Zukunft noch weiter sinken”, erklärt Kesici gegenüber IslamiQ. Die öffentliche Diskussion über Themen rund um den Islam werde heutzutage sachlicher geführt. Dies sei auch ein Grund für die abnehmenden Übergriffe. „Außerdem hat die Corona-Pandemie gezeigt, dass es wichtigere Themen gibt, über die man sich Sorgen machen müsste”, so Kesici. (KNA, iQ)

Leserkommentare

Dilaver_Ç. sagt:
Liebe Redaktion! Ich würde raten, die Kommentarfunktion hier im Blog auszuschalten, weil der Kommentarbereich hier längst zu einer Spielweise antimuslimischer Rassisten verkommen ist, was inakzeptabel ist. Längst werden im Kommentarbereich zur Egobefriedigung unhaltbare Dinge propagiert, welche die roten Linien von Muslimen überschreiten - sei es Islamfeindlichkeit, Verharmlosung von gleichgeschlechtlicher Unzucht, Zionismus-Verherrlichung oder Verunglimpfung von Islamverbänden etc. - um Muslime zu demütigen sowie absichtlich zu provozieren und sie in Endlosdiskussionen zu verwickeln, um sich mit der breiten Palette von Psychospielchen an ihnen abzuarbeiten und sie regelrecht vorzuführen. Genau das ist das Wesensmerkmal von antimuslimischem Rassismus. Dem muss ein Riegel vorgeschoben werden. Wer unbedingt kommentieren möchte, der kann ohnehin auf Facebook oder Instagram ausweichen. Vielen Dank.
23.02.22
14:26