
Eine muslimische Partei hätte in Zukunft gute Chancen in Deutschland, meint Parteienforscher Jürgen W. Falter. Als Grund nennt er die steigende Zahl muslimischer Bürger aufgrund des Flüchtlingsstroms.

Gestern jährte sich die Pegida-Bewegung (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) zum ersten Mal. Seit einem Jahr dienen Medien, Migranten und vor allem Muslime, seit der europaweiten Flüchtlingskrise auch die Flüchtlinge, als Motive für die diffusen Forderungen der „besorgten Bürger“. Ein Rückblick von Taner Aksoy.

In Berlin wurde das erste „DialoWG“ Projekt erfolgreich abgeschlossen. Fünf junge Männer muslimischen und jüdischen Glaubens zogen für acht Tage in eine Wohngemeinschaft und nahmen an einem intensiven Dialogprogramm teil.

Der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide fordert einen Dialog mit muslimischen Flüchtlingen in Deutschland. Man müsse sich auch ihren Werten öffnen, statt dies nur von Flüchtlingen zu verlangen.

Die britische Regierung will islamfeindliche Straftaten stärker bekämpfen. Britische Muslime sollten wissen, dass die
Regierung hinter ihnen stehe und gegen diejenigen vorgehe, die Hass verbreiteten und Menschen aufgrund ihres Glaubens verfolgten.

In einem Beitrag für das in Freiburg erschienene Islam-Sonderheft der Zeitschrift „Herder Korrespondenz“ hat die muslimische Bloggerin Betül Ulusoy das Tragen eines Kopftuchs als wichtigen Teil muslimischer Identität verteidigt. Es sei religiöses Symbol und kein Synonym für die Unterdrückung der Frau im Islam.

Integration bis ins Grab – immer mehr Muslime wollen in Deutschland bestattet werden. Dass sie hier angekommen sind, spiegelt sich auch in der Grabgestaltung wider.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat Menschen mit Migrationshintergrund aufgerufen, Flüchtlingen als Brückenbauer deutsche Werte zu vermitteln. Sie sollen als „Kulturdolmetscher“ agieren und den Vertriebenen ihre Erfahrungen mitteilen.

Die Eugen-Biser-Stiftung und die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) starten ein Jugendprojekt. So sollen junge Muslime und Christen stärker ins Gespräch kommen.