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Mehr Hass im Internet nach CSD-Anschlag in Berlin

Nach dem Anschlag beim CSD meldet die gemeinnützige Organisation Hate Aid eine Häufung der Gewalt in Sozialen Medien gegen Minderheiten. Es gibt Angriffe durch Posts, Hasskommentare, und -videos.

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07
2026
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Hass, Hasskriminalität
Symbolbild: Hass ist keine Meinung - Plakat auf einer Demo © Shutterstock, bearbeitet by iQ

Laut der gemeinnützigen Organisation Hate Aid ist in Sozialen Medien die Zahl der Hasskommentare nach dem Anschlag beim CSD angestiegen. Besonders betroffen seien Muslime, queere Menschen und andere marginalisierte Gruppen, teilte Hate Aid am Mittwoch in Berlin mit.

Sie würden beleidigt, bedroht und verleumdet. Es sei schon jetzt absehbar, dass die Tat politisch instrumentalisiert werde, um Hass gegen Minderheiten zu schüren.

Es handele sich vor allem um Beleidigungen und zum Teil um Morddrohungen oder Doxxing, also die Veröffentlichung von Adressen oder Telefonnummern. In den meisten Fällen sei gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit das Motiv – sowohl gegen queere Menschen als auch gegen Muslime. Letztere würden pauschal unter Generalverdacht gestellt oder Ziel von Gewalt und Bedrohungen im Internet.

Hate Aid fordert wirksame Maßnahmen gegen Hass im Netz, einen niedrigschwelligen Zugang zum Recht für Betroffene sowie eine konsequente Durchsetzung bestehender Gesetze, damit digitale Räume Orte der demokratischen Teilhabe blieben. Plattformen müssten Verantwortung übernehmen, moderieren und sicherstellen, dass strafbare Inhalte wirklich über Meldewege entfernt werden können.

Am Samstagabend war nach der CSD-Parade in Berlin ein Auto in die Menschenmenge am Tiergarten gefahren. Dabei wurde eine Person getötet, mindestens 29 weitere teils schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde später bei einem Polizeizugriff erschossen. Er soll in der Vergangenheit mehrfach versucht haben, sich im Ausland der sogenannten „IS“ anzuschließen.