Eine 43-Jährige und ihre zehnjährige Tochter sind in Duisburg an einer Bushaltestelle angegriffen und verletzt worden. Die Polizei geht von einem islamfeindlichen Motiv aus und bittet Zeugen um Hinweise.

Eine Frau mit Kopftuch und ihre zehnjährige Tochter sind in Duisburg mutmaßlich aus rassistischen Motiven angegriffen und verletzt worden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen, wie die Polizei mitteilte.
Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich die 43-jährige Duisburgerin am Sonntagnachmittag gegen 14.00 Uhr gemeinsam mit ihrer Tochter an einer Bushaltestelle an der Beecker Straße auf. Dort soll eine bislang unbekannte Frau unvermittelt auf sie zugegangen sein und sie körperlich angegriffen haben.
Nach Angaben der Polizei riss die Tatverdächtige der 43-Jährigen das Kopftuch vom Kopf und riss ihr dabei auch Haare aus. Zudem soll sie die Frau mit ausländerfeindlichen Parolen beleidigt und so heftig geschubst haben, dass diese zu Boden stürzte. Als die zehnjährige Tochter ihrer Mutter zu Hilfe kommen wollte, wurde auch sie verletzt.
Ein Rettungswagen brachte Mutter und Tochter zur Behandlung in ein Krankenhaus. Über die Schwere der Verletzungen machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Die Angreiferin flüchtete anschließend vom Tatort. Sie wird als etwa 40 Jahre alt, 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank beschrieben. Nach Polizeiangaben trug sie ein langes gelbes Oberteil, eine schwarze Leggings sowie ein Tattoo am Unterarm.
Der Staatsschutz der Polizei Duisburg ermittelt wegen des mutmaßlich rassistischen Hintergrunds der Tat. Die Beamten bitten Zeuginnen und Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zur Identität der Tatverdächtigen geben können, sich bei der Polizei zu melden.