Berlin

Britische Universität sagt Tagung zu Islamfeindschaft ab

Die britische Universität Leeds hat eine Tagung zum Thema Islamfeindschaft in Berlin nach Kritik an einer Teilnehmerin abgesagt. Die Sicherheit der Gäste könne nicht gewährleistet werden, so die Universität.

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Auch wenn Berlin uns getrübt hat, die Redaktion ist der Meinung: Positiv bleiben.

Die britische Universität Leeds hat eine Tagung zum Thema Islamfeindschaft in Berlin nach Kritik an einer Teilnehmerin abgesagt. Wie das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin als Gastgeber am Dienstag auf Anfrage mitteilte, habe die für das Projekt federführende University of Leeds Drohungen in den sozialen Medien erhalten, die Sicherheit der Gäste könne nicht gewährleistet werden.

Gründerin der Islamischen Menschenrechtskommission Arzu Merali wurde ausgeladen

An diesem Mittwoch sollte am Zentrum ein von der EU-gefördertes Lernprojekt mehrerer europäischer Universitäten gegen Islamfeindschaft vorgestellt werden. Das ZfA hatte dabei die Gründerin der Islamischen Menschenrechtskommission (IHRC), Arzu Merali, ausgeladen. Davor war bekannt geworden, dass die IHRC an der Organisation der jährlichen, gegen Israel gerichteten Al-Quds-Demonstration in London beteiligt ist. Die „taz“ hatte zunächst darüber berichtet.

Das ZfA arbeite nicht mit dem IHRC zusammen, betonte der stellvertretende Direktor Uffa Jensen. Er bedauere aber die Absage der Präsentation des „Counter-Islamophobia Kits“. Für den Kampf gegen antimuslimischen Rassismus sei das keine gute Nachricht. (dpa/iQ)