Opferfest 2026

Wann ist das Opferfest und warum wird es gefeiert?

Das Opferfest gehört zu den wichtigsten islamischen Feiertagen. Es steht für Hingabe, Gemeinschaft und das Teilen mit Bedürftigen weltweit. Ein Überblick.

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Symbolbild: Muslime umrunden die Kaaba in Mekka während der Hadsch
Symbolbild: Muslime umrunden die Kaaba in Mekka während der Hadsch © shutterstock, bearbeitet by iQ

Das Opferfest beginnt in diesem Jahr am 27. Mai und endet am 30. Mai. Es zählt neben dem Ramadanfest zu den wichtigsten Feiertagen im Islam. Musliminnen und Muslime weltweit begehen diese Tage im Zeichen von Glauben, Hingabe und sozialer Verantwortung.

Das Opferfest, auch Eid al-Adha oder Kurbanfest genannt, leitet sich vom arabischen Wort für „sich annähern“ ab. Gemeint ist die Annäherung an Gott durch das Opfer. Im Zentrum steht die Geschichte des Propheten Ibrahim, der nach islamischer Überlieferung bereit war, seinen Sohn Ismael aus Gehorsam gegenüber Gott zu opfern. Diese Bereitschaft gilt bis heute als Ausdruck tiefen Vertrauens und vollständiger Hingabe.

Das rituelle Opfern eines Tieres erinnert an dieses Ereignis. Es ist weniger als bloßer Brauch zu verstehen, sondern als religiöse Handlung mit sozialer Dimension. Das Fleisch wird traditionell aufgeteilt und auch an Bedürftige weitergegeben. So wird das Fest nicht nur im familiären Rahmen gefeiert, sondern bewusst mit anderen geteilt.

Opferfest im Zeichen von Hingabe und Gemeinschaft

Das Opferfest fällt in die Zeit des Hadsch nach Mekka. Am ersten Festtag erreichen die Pilger einen zentralen Höhepunkt ihrer Reise. Der Aufenthalt in der Ebene von Arafat gilt als einer der wichtigsten Bestandteile der Pilgerfahrt und erinnert symbolisch an den Tag des Jüngsten Gerichts, an dem alle Menschen versammelt sein werden.

Auch für Muslime, die nicht an der Pilgerfahrt teilnehmen, sind diese Tage von besonderer religiöser Bedeutung. Sie beginnen mit einem gemeinsamen Festgebet, gefolgt von Besuchen bei Familie und Freunden. Glückwünsche werden ausgetauscht, Mahlzeiten geteilt und die Gemeinschaft gepflegt.

Solidarität unter der muslimischen Gemeinschaft

Eine zentrale Rolle spielt dabei der Gedanke der Solidarität. Das Opfern soll nicht nur den eigenen Glauben stärken, sondern auch soziale Verantwortung sichtbar machen. Ähnlich wie beim Ramadanfest, bei dem finanzielle Spenden im Vordergrund stehen, geht es beim Opferfest um das Teilen von Lebensmitteln und um konkrete Hilfe für Bedürftige.

In vielen Gemeinden und durch Hilfsorganisationen werden deshalb Spenden gesammelt, um Opfertiere zu finanzieren und deren Fleisch weltweit zu verteilen. So profitieren auch Menschen in Krisenregionen von dem Fest. Für viele Gläubige ist dies ein fester Bestandteil ihrer religiösen Praxis.