Rund 100 Menschen sind in der Moschee, als das Spray versprüht wird. Zeugen halten die Verdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Zwei Männer stehen im Verdacht, in einer Berliner Moschee Tierabwehrspray versprüht zu haben. Nach Angaben der Polizei soll ein 59-Jähriger es am Freitag zunächst im Flur und anschließend im Gebetsraum eingesetzt haben.
Sein 31-jähriger Begleiter habe die Tat mit einer in eine Brille integrierten Kamera gefilmt, wie es hieß. Ein religiöses oder politisches Motiv schließt die Polizei derzeit aus, die Ermittlungen zur Tat dauern an.
Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich rund 100 Menschen in der Moschee. Wie viele davon verletzt wurden, ist bislang unklar. Zeugen sollen die beiden Männer bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte festgehalten haben, wobei es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein soll, wie die Polizei mitteilte.
Die Tatverdächtigen wurden in Gewahrsam genommen. Der 31-Jährige kam wegen Brustschmerzen zunächst in ein Krankenhaus. Die Schmerzen stehen laut Polizei jedoch nicht mit dem Vorfall in Verbindung.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1032 islamfeindliche Straftaten in Deutschland registriert. Dies geht aus einer Kleinen Anfrage der Grünen im Bundestag hervor, die die Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA) auswertet. Zu den Delikten zählten neben Körperverletzung auch Beleidigung, Volksverhetzung, Sachbeschädigung sowie die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. (dpa, iQ)