Der Koordinationsrat der Muslime nahm am zweiten NRW-Flüchtlingsgipfel teil und erntete viel Lob für die Flüchtlingsarbeit der islamischen Religionsgemeinschaften. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wünscht eine engere Zusammenarbeit der Politik mit gesellschaftlichen Vertretern, um die Flüchtlingshilfe effektiver zu gestalten.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung prüft, ob die vier großen muslimischen Verbände den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erfüllen. Künftig sollen auch kleinere muslimische Organisationen in den Verhandlungsprozess mit einbezogen werden.
Das Bundesverfassungsgericht erklärte ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrerinnen an öffentlichen Schulen für verfassungswidrig und damit nichtig. Das Schulgesetz in diversen Bundesländern müsse nun überarbeitet werden. Damit entschied das Gericht im Fall einer Klage von zwei Lehrerinnen aus NRW.
Erst beschlossen, dann gekippt: Die nordrhein-westfälische Alternative für Deutschland ist sich uneins in der Frage zu Minaretten im Land. Beim Landesparteitag diskutierten Delegierte das künftige Programm.
Grüne und SPD forderten im NRW-Landtag den hauptberufliche Einsatz von Imamen in Haftanstalten. Zu den Bediensteten des Strafvollzugs im Bundesland NRW gehört bisher kein einziger Imam.
Der Islamwissenschaftler Michael Kiefer fordert eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem gewaltbereiten Salafismus. Die oberflächlichen Präventionsstrategien der Sicherheitsbehörden lehnt er ab.
Der NRW-Landtag hat eine Resolution gegen Extremismus und für religiöse Vielfalt verabschiedet. Mehrere Landespolitiker warnen vor einem Generalverdacht gegen Muslime.
Wieder ist der Neubau einer Moschee in Dormagen mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Bürgermeister Lierenfeld ist überzeugt: Der Täter will ganz gezielt provozieren.
Der von Niedersachsen angekündigte Staatsvertrag mit den muslimischen Religionsgemeinschaften trifft in Nordrhein-Westfalen auf keinen Wiederhall. Rot-Grün lehnt eine Anerkennung von Feiertagen oder die Lockerung des Kopftuchverbots ab.
Wir sprachen mit der Landtagsabgeordneten Serap Güler (CDU) aus Köln über den Skandal in Flüchtlingsheimen in NRW, die aktuelle Lage von Flüchtlingen in NRW und wie auch Muslime und Gemeinden den Betroffenen helfen können.