Ein muslimischer Schützenkönig? Nach Meinung des katholischen „Bundes Historischer Deutscher Schützenbruderschaften (BHDS)“ geht das nicht. Das sorgt für Kontroverse. Der Vorsitzende des Bundes beruft sich auf die Satzung, die Kritiker auf Integration und Nächstenliebe. Von Sabine Kleyboldt.
Die Grünen wollen die Absetzung von Gerda Horitzky (CDU) als stellvertretende Bezirksbürgermeisterin der Nordstadt erreichen. In einem Leserbrief hatte sich Horitzky über zu viele „Kopftuchträgerinnen“ beschwert. An Rücktritt denkt sie nicht. Sie habe die „volle Rückendung“ der CDU-Mitgliederversammlung.
Auf einer Veranstaltung in Hamburg hat die Staatsministerin für Integration, Aydan Özoğuz (SPD), vor einer pauschalen Ausgrenzung von Frauen mit Kopftuch gewarnt. Eine indirekte Antwort der Ministerin gegenüber den jüngsten Äußerungen einer Lokalpolitikerin der CDU in Dortmund?
Für ihre islamfeindlichen Ressentiments muss die Nordstadt-Politikerin Gerda Horitzky (CDU) keine personellen Konsequenzen fürchten. Sie hatte sich in einem Leserbrief über zu viele Kopftuchträgerinnen beschwert und die Kündigung einer Muslimin durch ein Krankenhaus begrüßt.
Köln hat einen neuen Erzbischof. Auch Muslime gratulierten dem neuen Kardinal Rainer Maria Woelki zum Amtsantritt. Mit dem neuen Erzbischof von Köln wird auch die Hoffnung verbunden, dass sich das Verhältnis zwischen Muslimen und katholischer Kirche verbessert.
Eine aktuelle Studie des renommierten „Pew Research Center“ gibt Einblick in das Verhältnis von Muslimen und Terrorismus. Die Ergebnisse halten fest, dass Muslime den Terrorismus genauso hassen wie andere auch.
Das neue Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums legt einen deutlich stärkeren Fokus auf den Kampf gegen Rechtsextremismus. Doch auch Modellprojekte gegen Islamfeindlichkeit sollen gefördert werden.
„Antimuslimisch motivierte“ Straftaten sollen künftig in der Erfassung von Politisch Motivierter Kriminalität separat aufgeführt werden. Dies geht aus einem Antrag hervor, der gestern vom Landtag in NRW mit breiter Mehrheit angenommen wurde.
In einem Gastbeitrag beschreibt Abdulhamid Sørensen die Geschichte und aktuelle Situation von Muslimen in Dänemark. Dabei macht der Autor auch auf die steigende Gefahr der Islamfeindlichkeit durch rechtsextreme Parteien aufmerksam.