
Der Aufstieg des Rechtspopulismus ist ein Thema der europäischen Gemeinschaft und somit auch bei türkeistämmigen Muslimen. Dabei ist der erste und wichtigste Schritt „den eigenen Populismus“ zu überwinden. Ein Beitrag von Elif Zehra Kandemir.

Am Wochenende betonte Papst Franziskus, dass keine Religion terroristisch sein kann. Gewalttätige Menschen gebe es überall. Angela Merkel forderte zeitgleich, dass der Islam sich vom „Islamismus“ trennen müsse. Zwei verschiedene Ansätze.

Frauen weltweit demonstrierten gegen Trump. An der Front standen diesmal vor allem marginalisierte Frauen. Wie diese Aktion mit dem Stereotyp der muslimischen Frau bricht, erklärt Ismahan Wayah.

Joachim Gauck hat eine klare europäische Haltung gegen den Einreisestopp der USA gefordert. Das Urteil stelle Muslime pauschal unter Generalverdacht. Europa müsse auch solidarisch mit Flüchtenden bleiben.

In Koblenz standen sich am Wochenende zwei Weltsichten gegenüber. Im Saal die Nationalisten, die vor Einwanderung und kultureller „Gleichmacherei“ warnen. Draußen auf der Straße die Vertreter der „offenen Gesellschaft“.
In den Niederlanden startet der Wahlkampf. Am 15. März wird ein neues Parlament gewählt. Beste Chancen hat der Rechtspopulist Geert Wilders. Sein Triumph wäre ein Alptraum für Europa.

Minderheiten fordern und verdienen einen besonderen Schutz. Um sich in die Situation einer Minderheit hineinzuversetzen, bedarf es der Empathie und der Selbstkritik, meint der türkische Politiker Mustafa Yeneroğlu.

Papst Franziskus hat sich gegen ein Kopftuchverbot ausgesprochen und vor einer „übertriebenen Laizität“ in Frankreich gewarnt. Zugleich betonte er, dass Europa nicht nur christliche Wurzeln habe und andere Kulturen und Religionen berücksichtigt werden müssen, damit Europa vorankommen kann.

Muslime weltweit stecken in einer Krise. Islamfeindlichkeit, Terror und die Uneinigkeit der Umma sind die Stichwörter. Der britische Islamwissenschaftler Timothy Winter ist der Meinung, dass Muslime führende Gelehrte, Sachlichkeit und Wissen brauchen, um die Krise zu überwinden.