USA

Immer mehr Muslime in den USA berichten von Diskriminierung

Eine Studie des Social Policy and Understanding Institute (ISPU) warnt vor zunehmender Islamfeindlichkeit in den USA. Besonders im Vorfeld der anstehenden Zwischenwahlen rückt demnach antimuslimische Rhetorik in den Fokus.

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08
2026
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Islamfeindlichkeit, Muslime
Symbolbild: Muslime in den USA © shutterstock, bearbeitet by iQ.

In den USA berichten 63 Prozent der Muslime von religiöser Diskriminierung. Das sagte Saher Selod, Forschungsdirektorin des Social Policy and Understanding Institute (ISPU), dem Sender „The National“. Nach Angaben der Organisation liegt der Anteil damit höher als bei anderen religiösen oder gesellschaftlichen Gruppen.

Die Daten deuteten zudem auf eine Zunahme islamfeindlicher Einstellungen im Vorfeld der kommenden Zwischenwahlen hin, sagte Selod. Konservative politische Einstellungen gehörten zu den stärksten Faktoren, die mit islamfeindlichen Haltungen verbunden seien. Zugleich verwies sie auf politische Vorstöße gegen Muslime auf Ebene der Bundesstaaten.

Auch im Wahlkampf einiger republikanischer Politiker spielt das Thema dem Bericht zufolge eine Rolle. Der republikanische Abgeordnete Keith Self aus Texas gründete demnach die Gruppe „No Muslim Brotherhood in America“, die sich gegen einen vermeintlichen Einfluss islamischer Organisationen richtet. Die Gruppe soll inzwischen rund 70 Mitglieder haben.

Der republikanische Kongressabgeordnete Chip Roy brachte unterdessen Gesetzesvorhaben ein, die unter anderem die Einreise ausländischer religiöser Geistlicher in die USA beschränken sollen. Eines davon trägt den Namen „IMAM Act“, ein weiteres wird als „Mamdani Act“ bezeichnet.

Auch auf Ebene der Bundesstaaten gibt es laut dem Bericht zahlreiche entsprechende Initiativen. Nach Angaben der University of California, Berkeley wurden seit 2010 mehr als 230 Gesetzesvorlagen in Parlamenten der US-Bundesstaaten eingebracht, die eine Ausgrenzung von Muslimen institutionalisieren könnten.

Selod warnte, dass die politische Rhetorik und entsprechende Gesetzesinitiativen die gesellschaftliche Ausgrenzung von Muslimen verstärken könnten. Die Entwicklungen stehen im Vorfeld der für November 2026 erwarteten US-Zwischenwahlen besonders im Fokus.