Ein 14-Jähriger ist in Tirol wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Nach Medienberichten sollen muslimische und jüdische Einrichtungen mögliche Anschlagsziele gewesen sein. Die Ermittlungen dauern an.

Ein 14-Jähriger ist in Tirol wegen des Verdachts des versuchten Beitrags zu terroristischen Straftaten festgenommen worden. Nach Medienberichten soll der Jugendliche Anschläge auf muslimische und jüdische Einrichtungen erwogen haben.
Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft bestätigte diese Angaben jedoch nicht. Sie betonte zugleich, dass nach bisherigem Ermittlungsstand kein islamistischer Hintergrund vorliege.
Der Schüler befindet sich seit vergangener Woche in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er sich über einen Messengerdienst mit einer weiteren Person über mögliche Anschläge ausgetauscht haben. Wegen der konkreten Inhalte der Chats sei von einer möglichen Gefahr ausgegangen worden, sagte Sprecher Hansjörg Mayr. Nun werde das sichergestellte Datenmaterial ausgewertet.
Bei einer Hausdurchsuchung stellten die Ermittler nach Angaben der Staatsanwaltschaft mutmaßlich rechtsextremes Propagandamaterial, ein Kampfmesser und eine Airsoft-Waffe sicher. Österreichische Medien berichten zudem von einer Stichschutzweste, taktischen Helmen sowie einer mit einer Kamera ausgestatteten Helmkonstruktion. Diese Angaben wurden von den Ermittlungsbehörden bislang nicht bestätigt.
Laut Medienberichten soll der 14-Jährige über Telegram Kontakt zu einem Terrorverdächtigen in Schweden gehabt haben. Dabei seien auch Anschlagspläne gegen muslimische und jüdische Einrichtungen besprochen worden. Die Staatsanwaltschaft bestätigte diese Details auf Anfrage österreichischer Medien nicht.
Das Landesgericht Innsbruck ordnete Untersuchungshaft wegen Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr an. Sie gilt zunächst bis zum 5. August. Die Ermittlungen wegen des Verdachts einer terroristischen Straftat dauern an. Ob weitere Straftatbestände hinzukommen, soll sich im Verlauf des Verfahrens zeigen.