
Zwischen Schutzargumenten und Integrationsdebatten entfacht das Kopftuchverbot in Österreich immer wieder Kontroversen. Die Antirassismus-Expertin Dunia Khalil zeigt, wie diese Symbolpolitik tief in den Schulalltag eingreift und muslimische Mädchen betrifft.

Mit 1.684 dokumentierten Vorfällen erreicht antimuslimischer Rassismus in Österreich 2025 einen neuen Höchststand – die Dokustelle spricht von einer „besonders besorgniserregenden Entwicklung“.

Ein Gutachten im Auftrag der IGGÖ stellt das Kopftuchverbot für unter 14-jährige Schülerinnen in Österreich infrage. Es sieht Verstöße gegen Religionsfreiheit und staatliche Neutralität.

In Tirol haben Unbekannte einen abgetrennten Schweinekopf mit islamfeindlicher Botschaft vor einem Privathaus abgelegt. Die Polizei ermittelt. Der Bürgermeister setzt eine Belohnung für Hinweise aus.

Ein Rundschreiben des Bildungsministeriums verpflichtet Lehrkräfte zu sofortigen Meldungen bei Verstößen gegen das Kopftuchverbot. Lehrervertreter warnen vor Druck, fehlendem pädagogischem Ermessen und einer Zuspitzung des Schulalltags.

Beim interreligiösen Iftar der IGGÖ kamen in Wien Vertreter von Religionen, Politik und Gesellschaft zusammen. Ehrengast war Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Das Treffen stand im Zeichen von Dialog und Zuversicht.

Am 13. Februar wollen Aktivisten und Betroffene in Wien gegen das Kopftuchverbot für Schülerinnen protestieren. Sie kritisieren das neue Gesetz als diskriminierend. Anlass ist der Beginn der Aufklärungsphase.

In Wien hat ein Zivilgericht im Sommer 2025 die Scharia als Grundlage für ein Schiedsgerichtsurteil zugelassen. Rund ein halbes Jahr später reagiert nun die Politik auf den Fall – aber nicht ohne Kritik.

Die Islamischen Föderationen fordern ein Ende islamfeindlicher Politik und warnen vor wachsender Verunsicherung unter Musliminnen und Muslimen in Österreich.