Freitagspredigten, 17.07.2026

Ferienzeit, Gastfreundschaft, Halal-Ernährung

Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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2026
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Freitagspredigt © Shutterstock, bearbeitet by iQ.
Freitagspredigt © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

Die Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) behandelt die Urlaubszeit. Mit dem Beginn des Sommers fahren viele von uns in den Urlaub, um sich zu erholen. Wichtig hierbei sei, dass Muslime den Wert ihrer Gesundheit und der freien Zeit kennen, und sich nicht täuschen lassen.

Heute verbringen viele Menschen ihre freie Zeit nicht bewusst, sondern verschwenden sie einfach. Dabei ist die Zeit für einen Gläubigen das kostbarste Geschenk. Urlaubstage sollten keine Tage der Achtlosigkeit, Verschwendung oder der Auflehnung sein. Muslime sollten den Urlaub dafür nutzen, um sich auszuruhen, eine schöne Zeit mit der Familie zu verbringen, das Bittgebet ihrer Eltern zu erhalten, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen und Allah näherzukommen.

Wenn man heute von Urlaub spreche, denken viele sofort an Luxushotels, grenzenlosen Konsum und bloßen Spaß. Für einen Muslim sei der eigentliche Maßstab die Zufriedenheit Allahs. Wenn Muslime im Urlaub ihre Gebete vernachlässigen, die Grenzen des Anstands überschreiten, in Verschwendung verfallen oder das Unschöne zur Gewohnheit werden lassen, dann sollten sie ihr Leben überdenken. Sein Maß zu kennen und dieses Maß nicht zu überschreiten sei das Kennzeichen eines Gläubigen.

Gastfreundschaft

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) widmet sich der Gastfreundschaft. Einen Gast zu bewirten sei ein lebendiger Ausdruck von Hilfsbereitschaft, der Geschwisterlichkeit und der Großzügigkeit. Jedes herzliche Willkommen, jede gemeinsame Mahlzeit und jede aufrichtige Bewirtung vertiefen die gegenseitige Verbundenheit, bringen einander näher und stärken den Zusammenhalt. 

Ein Gast sei niemals eine Last, sondern eine Quelle des Segens. Was man mit ihm teile, mindere den Besitz keineswegs, vielmehr werde es durch Allahs Gnade gesegnet und vermehrt. Dennoch sollte man bei der Bewirtung maßvoll sein, Verschwendung vermeiden und sich vor einer Art der Bewirtung hüten, die nur der Selbstdarstellung dient oder gar in Prahlerei ausartet. Denn der Wert der Gastfreundschaft bemisst sich nicht an der Fülle des Tisches, sondern an der Aufrichtigkeit der Herzen.

Der Islam lehre dem Menschen nicht nur, wie man sich als Gastgeber verhalte, sondern schenke auch Richtlinien für das Gastsein. Als Gast sollte man mit einem Lächeln grüßen und den uns zugewiesenen Platz einnehmen. Zudem sollte man alle vermeiden, was die Privatsphäre des Gastgebers verletzt.

Halal-Ernährung

In der Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) wird die Halal-Ernährung thematisiert. Essen und Trinken sei nicht das wesentliche Ziel des Lebens, sondern nur ein Hilfsmittel auf dem Wege zur wahren Freundschaft Allahs. Aus diesem Grunde solle ein Muslim nicht das Erstbeste was er als Lebensmittel in die Hände bekomme, sondern nur das was der Islam als rechtmäßig anerkenne, essen. Denn das Gegessene habe nicht nur äußerliche Auswirkungen auf unseren Körper, sondern beeinflusse insbesondere auch die-spirituelle Entwicklung.

Jeder Muslim habe mit Verstand und Verständnis darauf zu achten, dass seine Ernährung halal sei und rechtmäßig erworben wurde. Sich halal zu ernähren und sich von haram und Lebensmittel, dessen Ursprung ungewiss sei, fernzuhalten, gehöre zu den wichtigsten Alltagsaufgaben eines Muslims.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.