Freitagspredigten, 08.08.2025

Für Allah lieben, Ihsân, Halal-Ernährung

Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. IslamiQ liefert jede Woche einen Überblick.

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Freitagspredigt
Symbolbild: Minbar, Freitagspredigt, Hutba

Die Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) thematisiert die Liebe und Ablehnung für Allah. Im Islam gehöre es zur Aufgabe eines jeden Gläubigen, Allah zu ehren, an ihn zu denken, ihm zu danken, ihn zu lieben, zu lieben, was er liebe und abzulehnen, was er ablehne. Kurz gesagt: Alles, was für Allah getan werde, sei eine Ibâda.

Wer für Allah liebe, sich selbst und anderen mit dieser Liebe begegnet und so von dieser Welt gehe, gehöre zu denen, die am Jüngsten Tag im Schatten des göttlichen Thrones stehen werden. Doch Allah und seinen Gesandten zu lieben, darf keine leere Behauptung sein. Sie muss sich in der Lebenspraxis zeigen.

Nach Allah und seinem Gesandten verdienen vor allem die Eltern, Geschwister, Ehepartner und Kinder die Liebe – und genauso wichtig, wie die Liebe selbst, sei es, dass andere die Liebe spüren. Ein gläubiger Mensch achtet auch in seiner Liebe und in seiner Ablehnung auf Allahs Zufriedenheit. Wenn er liebe, dann für Allah. Und auch wenn er jemanden nicht liebe, bleibe er gerecht.

Zu leben, als würde man Allah sehen

Die Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) widmet sich dem Begriff „Ihsân“. Eines der grundlegenden Konzepte im Islam sei Ihsân. Ihsân bedeutet, das Leben in einem Bewusstsein zu führen, so als würde man Allah selbst sehen. Für einen Gläubigen mit diesem Bewusstsein sei es nicht wichtig, ob ihn Menschen beobachten oder Kameras aufzeichnen. Entscheidend sei einzig und allein, dass Allah ihn sehe, alles weiß und über alles kundig sei. Ein Gläubiger mit diesem Bewusstsein werde selbst dann keine Sünde begehen, wenn niemand in seiner Nähe sei. Er werde nicht betrügen, nicht lügen, keinen Verrat begehen und keine Rechte anderer verletzen.

Ihsân bedeutet zugleich, jede Aufgabe und Tat bestmöglich und mit höchster Sorgfalt zu erfüllen. Es heiße nicht nur, eine Aufgabe zu erledigen, sondern sie mit Hingabe und Liebe zum Detail zu tun und sich um ein gutes Ergebnis zu bemühen. Denn Allah erwarte von Muslimen, dass sie seine Arbeit gut und schön verrichten.

Halal-Ernährung

In der Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) wird die Halal-Ernährung thematisiert. Essen und Trinken sei nicht das wesentliche Ziel des Lebens, sondern nur ein Hilfsmittel auf dem Wege zur wahren Freundschaft Allahs. Aus diesem Grunde solle ein Muslim nicht das Erstbeste was er als Lebensmittel in die Hände bekomme, sondern nur das was der Islam als rechtmäßig anerkenne, essen. Denn das Gegessene habe nicht nur äußerliche Auswirkungen auf unseren Körper, sondern beeinflusse insbesondere auch die-spirituelle Entwicklung.

Jeder Muslim habe mit Verstand und Verständnis darauf zu achten, dass seine Ernährung halal sei und rechtmäßig erworben wurde. Sich halal zu ernähren und sich von haram und Lebensmittel, dessen Ursprung ungewiss sei, fernzuhalten, gehöre zu den wichtigsten Alltagsaufgaben eines Muslims.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.