Ein Busfahrer hat in Ergolding eine Linienfahrt unterbrochen, um im Bus zu beten. Die Stadtwerke betonen, die Religionsfreiheit des Mitarbeiters werde respektiert, private Angelegenheiten dürften den Fahrbetrieb jedoch nicht beeinträchtigen.

Ein Busfahrer hat in Ergolding bei Landshut eine Linienfahrt unterbrochen, um während des Dienstes im Bus zu beten. Wie die Stadtwerke Landshut mitteilten, ereignete sich der Vorfall am 30. Juni gegen 17.30 Uhr auf der Linie 612. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich drei Fahrgäste im Bus.
Zunächst hatten Medien berichtet, der Fahrer habe einen Gebetsteppich ausgerollt und das Gebet im hinteren Teil des Busses verrichtet. Die Stadtwerke widersprachen dieser Darstellung. Der Mitarbeiter habe „in einer leeren Fahrgastsitzreihe still gebetet“, erklärte eine Sprecherin. Ein Gebetsteppich sei dabei nicht verwendet worden.
Nach Angaben des Verkehrsunternehmens verzögerte sich die Weiterfahrt um wenige Minuten. Fahrgäste hätten den Vorfall nach Medienberichten überrascht und teilweise verunsichert aufgenommen.
Die Stadtwerke betonten, die Religionsfreiheit des Mitarbeiters werde respektiert. Gleichzeitig gelte während des Linienbetriebs, dass ausschließlich dienstliche Aufgaben wahrgenommen werden dürften. Private Angelegenheiten dürften den Betriebsablauf nicht beeinträchtigen. Für religiöse Handlungen stünden die dienstlichen Pausen zur Verfügung.
Der Vorfall werde intern aufgearbeitet, teilten die Stadtwerke weiter mit. Ob arbeitsrechtliche Konsequenzen folgen, wurde zunächst nicht bekannt.