Ein Muslim ist in einem Einkaufszentrum im US-Bundesstaat Utah bei einem islamfeindlichen Messerangriff schwer verletzt worden. Der Verdächtige gab laut Polizei an, sein Opfer wegen dessen Religion ausgewählt zu haben.

Nach einem islamfeindlichen Messerangriff im US-Bundesstaat Utah ist ein 48-jähriger Mann wegen versuchten Mordes festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei erklärte der Verdächtige, er habe den muslimischen Mann gezielt töten wollen, weil dieser Muslim sei. Zudem habe er gegenüber den Ermittlern geäußert, dass er Muslime töten wolle und eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstelle.
Der Angriff ereignete sich am Montag in einem Einkaufszentrum in West Valley City. Das Opfer arbeitete an einem Verkaufsstand im Einkaufszentrum. Nach Polizeiangaben sprach der Tatverdächtige den Mann zunächst an, fragte nach seinem Namen und seiner Religion und bat anschließend um eine Flasche Wasser. Als sich der Verkäufer umdrehte, soll der Angreifer mehrfach auf ihn eingestochen haben.
Der Mann erlitt fünfzehn Stichverletzungen und wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben von Angehörigen und Unterstützern musste er mehrfach operiert werden. Mehrere Passanten überwältigten den Angreifer noch vor dem Eintreffen der Polizei. Auch der Verdächtige wurde wegen Verletzungen behandelt und anschließend in das Bezirksgefängnis eingeliefert.
Muslimische Interessenverbände, darunter der Council on American-Islamic Relations (CAIR), verurteilten die Tat scharf. Bürgerrechtsorganisationen weisen seit Jahren auf einen Anstieg antimuslimischer Übergriffe in den USA hin. Als Ursachen nennen sie unter anderem Islamfeindlichkeit, rechtsextreme Ideologien sowie eine zunehmende gesellschaftliche Polarisierung. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.