Penzberg

Hinweisschild zu Freitagsgebet wieder beschmiert

Nach erneuter Beschädigung eines einzigartigen Schilds für das Freitagsgebet hofft die Polizei auf Zeugen. Die Gemeinde berichtet von Drohungen, aber auch von Solidarität.

31
07
2026
Ortseingangsschild weist erstmals auch auf Freitagsgebet hin © FB / Benjamin Idirz, bearbeitet by IslamiQ.
Ortseingangsschild weist erstmals auch auf Freitagsgebet hin © FB / Benjamin Idirz, bearbeitet by IslamiQ.

Bereits zum zweiten Mal ist ein neues Hinweisschild für das Freitagsgebet der islamischen Gemeinde im oberbayerischen Penzberg beschmiert worden. Polizisten hatten am Freitagmorgen die Schmierereien gesehen, nun ermittelt die Kripo in dem Fall. Das Schild sei sichergestellt worden, teilte die Polizei mit. Die Ermittler hoffen auf Hinweise von möglichen Zeugen, um den oder die unbekannten Täter zu fassen.

Die Stadt Penzberg hatte entschieden, dass an den Ortseingängen, an denen bislang nur auf die Gottesdienste der katholischen und der evangelischen Gemeinde hingewiesen wurde, künftig ein drittes Schild für das Freitagsgebet der islamischen Gemeinde angebracht wird. Nach Angaben des Penzberger Imams Benjamin Idriz ist dies bundesweit einmalig.

Kripo konnte keine Verdächtigen ermitteln

Die Kommune im Landkreis Weilheim-Schongau hatte kürzlich zunächst ein Schild montiert, drei weitere sollten Folgen. Schon nach wenigen Tagen war das Schild von einem oder mehreren Tätern mit schwarzer Farbe besprüht worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers gibt es in beiden Fällen bislang keine konkreten Verdächtigen.

Idriz hatte berichtet, dass die islamische Gemeinde als Reaktion auf das neue Schild zahlreiche Drohungen und Hassbotschaften erhalten habe. Mittlerweile berichtet die Gemeinde auf Facebook aber auch über Solidaritätsbekundungen.

(dpa, iQ)

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Leserkommentare

Timotheus sagt:
Nicht nur das farbliche Besprühen eines Hinweisschildes im bayerischen Penzberg ist eine Meldung wert. Da gibt es noch ganz andere Ereignisse in Bayern, die wirklich schlimm genug sind. Die Nürnberger Polizei nahm zwei weitere Syrer (26+28) fest, die am Nürnberger Hauptbahnhof auch Minderjährige mit Rauschgift geködert und dann in ihren Wohnungen sexuell missbraucht haben sollen. Die Sonderkommission "EKO Kajal" sorgte dafür, daß nunmehr 12 Verdächtige in U-Haft sitzen. Die Vorgehensweise: Mädchen und junge Frauen werden mit harten Drogen gefügig gemacht und anschließend brutal vergewaltigt. Kriminelle syrische Drogendealer und Vergewaltiger sollten sofort nach Verurteilung und verbüßten Haftstrafen wieder in ihr Heimatland zurückkehrer müssen. So lautet die entschiedene Forderung mehrerer Politiker. In Syrien bringen vielleicht gestrenge Islam-Betreuer diese Männer wieder auf den rechten Weg. Das wäre sehr zu wünschen.
01.08.26
4:52