Nach dem tödlichen Anschlag in Berlin hat der Koordinationsrat der Muslime (KRM) die Tat scharf verurteilt. Zudem warnt er davor, Hass und Spaltung Raum zu geben.

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) hat den tödlichen Anschlag in Berlin scharf verurteilt und den Opfern sowie ihren Angehörigen sein Mitgefühl ausgesprochen. Als muslimische Religionsgemeinschaften in Deutschland verurteile man „jedwede Form von Gewalt, Extremismus, Terror und Menschenverachtung aufs Schärfste“, erklärte der KRM.
Ein Anschlag auf Menschen wegen ihrer Lebensweise oder Weltanschauung sei zugleich ein Angriff auf die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Deren Stärke liege darin, dass Menschen mit unterschiedlichen Religionen, Überzeugungen und Lebensentwürfen friedlich zusammenlebten. Diese Pluralität sei „keine Schwäche, sondern eine tragende Säule unserer demokratischen Gesellschaft“, hieß es.
Der KRM wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung und sprach den Hinterbliebenen sein Beileid und seine Solidarität aus. Zugleich rief der Zusammenschluss muslimischer Religionsgemeinschaften dazu auf, in der aktuellen Situation besonnen zu handeln. Angst, Hass und Spaltung dürften nicht die Oberhand gewinnen. Stattdessen gelte es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und jeder Form von Gewalt, Extremismus und Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.
Am Samstagabend war nach der CSD-Parade in Berlin ein Auto in die Menschenmenge am Tiergarten gefahren. Dabei wurde eine Person getötet, mindestens 29 weitere teils schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde später bei einem Polizeizugriff erschossen. Er soll in der Vergangenheit mehrfach versucht haben, sich im Ausland der sogenannten „IS“ anzuschließen.