Gefängnisseelsorge

Muslimische Jugendstrafgefangene laut Studie benachteiligt

Einer aktuellen Studie zufolge sehen sich Muslime bei der religiösen Betreuung im Gefängnis benachteiligt. Ihnen fehlt es oft an Gebetsräume.

15
09
2021
Gefängnisseelsorge (c)Shutterstock, bearbeitet by islamiQ
Gefängnisseelsorge © Shutterstock, bearbeitet by islamiQ

Muslimische Jugendstrafgefangene sind nach einer Studie der Uni Tübingen bei der religiösen Betreuung gegenüber ihren christlichen Mithäftlingen benachteiligt. In der am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts für Kriminologie wird deshalb ein Ausbau der muslimischen Gefängnisseelsorge angeregt.

Gefängnisseelsorge spielt demnach für die Resozialisierung und die Radikalisierungsvorbeugung eine wichtige Rolle. Die Autoren zeigen sich überrascht, dass für eine sehr große Mehrheit der Gefangenen der Glaube wichtig ist. 84 Prozent der befragten Muslime und 78 Prozent der interviewten Christen schätzen sich als religiös ein.

Mehr als die Hälfte der muslimischen Jugendlichen sieht sich benachteiligt, weil Gebetsräume fehlen oder religiöse Gebräuche wie das Fastenbrechen im Ramadan mit Abläufen im Strafvollzug schwer zu vereinbaren sind. Auch Gottesdienste wie das Freitagsgebet finden demnach nicht regelmäßig statt. Ein verfestigtes extremistisches Weltbild stellten die Forscher bei einem Prozent der muslimischen Inhaftierten fest.

Den Anteil muslimischer Jugendstrafgefangener in deutschen Jugendstrafanstalten schätzen die Autoren der Studie auf 40 Prozent. Befragt wurden 766 männliche und 62 weibliche Gefangene von 15 bis 25 Jahren in acht Justizvollzugsanstalten in Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Interviews mit Seelsorgern, Anstaltsleitungen und Beschäftigten ergänzen die Erhebung.

Hinter der Studie stehen außer der Universität Tübingen auch der Kriminologische Dienst Baden-Württemberg und das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN). Das Bundesforschungsministerium unterstützte das Projekt.

Leserkommentare

IslamFrei sagt:
Liebe Leser Islamiq berichtet: " Einer aktuellen Studie zufolge sehen sich Muslime bei der religiösen Betreuung im Gefängnis benachteiligt. Ihnen fehlt es oft an Gebetsräume usw." ------- Eine Gefängnisstrafe ist die höchste in zivilen Staate verhängte Strafe. Nur barbarische Staaten, ( wie viele Muslimstaaten ) haben die Todesstrafe. Auch die USA ziehen sich ( zu ) langsam davon zurück. Unsere islamische Wohlstands Gefangenen meckern: " Gebetsräume fehlen Fastenbrechen ist schwer zu vereinbaren Gottesdienste finden nicht regelmäßig statt " Ich finde es durchaus ok, dass die Gefangenen intensiv merken, dass ihr Aufenthalt eine abschreckende Strafe ist. Wenn sie ihre Strafe verbüsst haben, können die Muslims wider Fastenbrechen, bis dahin eben nicht. Aber auch dann sollen unsere kriminellen Muselmänner sich ständig an das unbequeme, unislamische Leben hinter Gittern erinnern, der jeden Gedanken an krimineller Rückfall im Keim ersticken soll. Zu einem Vergleich mit mit MuslimStaaten wollen wir uns nicht herab lassen, das wäre unter unserer Würde. Wir werden die Gefängnisstrafe keinesfalls komfortabel gestalten. Entbehrungen, auch religieuser Art, gehören - als Abschreckung - bewusst zu unserer Höchststrafe. Gruss, IslamFrei
16.09.21
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