Prozess

23-Jähriger bestreitet Anschlagspläne auf eine Moschee

Ein 23-Jähriger soll Informationen für einen Moscheeanschlag aus Chatforen zusammengetragen haben. Im Prozess bestreitet er die Vorwürfe.

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Nikab-Verbot - Vollverschleierung
Nikab-Verbot © Shutterstock, bearbeitet by IslamiQ.

Ein wegen möglicher Pläne für einen rechtsgerichteten Terrorakt auf eine Moschee angeklagter 23-Jähriger hat diese Vorwürfe vor dem Landgericht Nürnberg bestritten. Die Staatsanwaltschaft warf dem Deutschen aus der Oberpfalz am Donnerstag zu Prozessbeginn die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor, für die er sich Waffenteile besorgt und in der rechten Chatgruppe „Feuerkrieg Division“ über Anschlagspläne ausgetauscht haben soll.

Der Angeklagte räumte über seinen Verteidiger ein, in der Chatgruppe aktiv gewesen zu sein und sich Waffen beschafft zu haben. Der Rechtsanwalt betonte aber, sein Mandant habe in keiner Weise einen Anschlag geplant. Der Elektriker aus dem Landkreis Cham habe niemanden schaden wollen. Dieser sitzt seit Februar in Untersuchungshaft.

Es ist das erste Mal, dass ein mutmaßliches Mitglied der international vernetzten Gruppe „Feuerkrieg Division“ in Deutschland vor Gericht steht. Diese hat sich nach Angaben des Landgerichts unter anderem Anschläge gegen Juden und Muslime zum Ziel gesetzt.

Unter den Pseudonymen „Heydrich“ und „reinhard070304“ habe der Angeklagte in Chatforen nach einem geeigneten Ort für einen Anschlag, einem „Ort der Andacht“ wie einer Moschee oder Synagoge gesucht, sagte Oberstaatsanwalt Maximilian Laubmeier. Dort habe er sich über seine Anschlagspläne und die Beschaffung der dafür erforderlichen Ausrüstung ausgetauscht. Im Januar habe er dort verkündet, einen Anschlag begehen zu wollen. (dpa, iQ)