Islamfeindlichkeit

188 islamfeindliche Angriffe – keine Festnahmen

Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden 188 Straftaten auf Muslime und Moscheen erfasst. Von Tatverdächtigen fehlt jede Spur.

08
10
2020
Brandanschlag auf Moschee in Ulm
Brandanschlag auf Moschee in Ulm © Facebook, bearbeitet by iQ.

Von Anfang April bis Ende Juni dieses Jahres wurden bundesweit 188 islamfeindliche Straftaten erfasst. Dabei wurden acht Menschen verletzt. Außerdem wurden 15 Moscheen angegriffen, jedoch seien „Angriffe auf Moscheevereine oder sonstige islamische Einrichtungen nicht mit inbegriffen“, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht.

Das seien weniger Straftaten als noch im vorhergehenden Zeitraum (232). Diese Straftaten waren den Angaben zufolge rechts motiviert. Zu den Delikten zählten neben Körperverletzung auch Beleidigung, Volksverhetzung, Sachbeschädigung sowie die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Die Regierung weist darauf hin, dass im zweiten Quartal kein Tatverdächtiger wegen politisch motivierter Straftaten mit dem Unterthema „Islamfeindlich“ festgenommen oder verurteilt wurde. Des Weiteren wurde kein Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher islamfeindlicher und antimuslimischer Straftaten eingeleitet oder eingestellt. 

871 Angriffe auf Muslime und Moscheen

Im vergangenen Jahr wurden 871 islamfeindliche Straftaten erfasst. 2018 waren es bundesweit 813 Übergriffe gegen Muslime und Moscheen in Deutschland. Bei fast allen Straftaten gehen die Behörden davon aus, dass es sich bei den Tätern um Rechtsextremisten handelt. Es sei dabei um Nazischmierereien, Drohbriefe, Beleidigungen, Sachbeschädigung und Volksverhetzung gegangen. Über die Höhe des Schadens konnte das Ministerium keine Angaben machen.

 

Leserkommentare

Kafira sagt:
Liebe Muslims, liebe Mufties, Haben Sie sich schon einmal überlegt, womit Muslims sich hier dermassen unbeliebt gemacht haben, dass alles was mit Islam oder Muslim zu tun hat, feindliche Gefühle bei der Gastgeber Nation hervorruft? Dass auf der Sympatie-Skala aller Religionen und Sekten der Islam über Jahren dauerhaft stets auf den alleruntersten Platz landet? Dass diese durch den Muslims hervorgerufene feindliche Gefühle bei einige wenigen Menschen der GastNation leider dazu führen, durch Feindliche Handlungen ihre Ablehnung zu zeigen? Gruss, Kafira
08.10.20
23:25
Ethiker sagt:
Die Dunkelziffer ist enorm höher. Muslime gelten als die Feinde des Liberalismus, die bekehrt werden sollten, dieser Zwang muss aufhören.
09.10.20
15:28
Vera Praunheim sagt:
Das Bundeskriminalamt veröffentlichte kürzlich aufschlußreiche Zahlen und Kernaussagen zu Kriminalität im Kontext von Zuwanderung. Der Betrachtungszeitraum: 01.01.2020 - 31.03.2020. Hauptherkunftsstaaten der Asylsuchenden im 1. Quartal 2020 waren Syrien (9.675), Irak (2.982) und Afghanistan (2.481). Die Syrer sind mehrheitlich sunnitische Muslime. Im Irak sind etwa 97% der Bevölkerung Muslime. In Afghanistan sind über 99,9% der Bevölkerung Muslime. In den ersten drei Monaten 2020 lag die Zahl der Fälle von Straftaten mit tatverdächtigen Zuwanderern über dem Niveau der Fallzahlen des Vorjahreszeitraums (+3,2%). Im ersten Quartal 2020 wurden insgesamt 63.848 polizeilich erfasste Fälle im Zusammenhang mit versuchten und vollendeten Straftaten registriert, bei denen mindestens ein Zuwanderer als Tatverdächtiger erfasst wurde (1. Quartal 2019: 61.895 Fälle). '188 islamfeindliche Straftaten' in einem Quartal sind bedauernswert, sollten jedoch auch in einem größeren Rahmen und Zusammenhang betrachtet werden, damit der Blick auf das Ganze nicht verloren geht. Muslime als Anhänger einer heteronormativen Islam-Weltbild-Ideogie haben kein Recht auf islamistische Umerziehungspropaganda gegenüber sog. Ungläubigen. Wenn es auch in ihrem altertümlichen Koran-Regelwerk & Welterklärungs-Normenbuch in einer Kernaussage heißt: "Als die schlimmsten Tiere gelten bei Gott diejenigen, die ungläubig sind und (auch) nicht glauben werden..." (Sure 8, Vers 55)
10.10.20
21:02