Islamfeindlichkeit

871 Übergriffe auf Muslime und Moscheen

Deutsche Behörden teilten 871 Übergriffe auf Muslime und Moscheen im vergangenen Jahr auf Anfrage der Linken-Fraktion mit.

28
03
2020
Drohbriefe
Symbolbild: Islamfeindlichkeit, Moscheen © Twitter, bearbeitet by iQ.

Deutsche Behörden haben im vergangenen Jahr 871 Übergriffe auf Muslime und Moscheen registriert. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der innenpolitischen Sprecherin der Linken-Fraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, hervor. Jelpke geht davon aus, dass erfahrungsgemäß noch zwischen 10 und 90 Nachmeldungen aus den Behörden hinzukommen.

Beim Attentat auf die Synagoge in Halle wurden laut dem Bericht außerdem zwei Menschen aus islamfeindlichen Motiven getötet. Der Täter hatte am 9. Oktober zwei Menschen an einem Döner-Imbiss erschossen, nachdem er vergeblich versucht hatte, in die Synagoge einzudringen.

Hass auf Muslime zeigt sich gewaltsam

33 Muslime wurden demnach 2019 bei islamfeindlichen Übergriffen verletzt. Die Zahl der Übergriffe insgesamt sei seit 2017 etwa konstant geblieben, hieß es weiter.

„Der Hass auf Muslime bricht sich weiterhin in gewaltsamen Übergriffen, Bedrohungen und Beleidigungen Bahn“, sagte Jelpke. Auch wenn die Polizei seit den Taten von Halle und zuletzt Hanau verstärkt gegen rechtsextreme Terrorzellen vorgehe, könne keinesfalls Entwarnung gegeben werden. „Wir müssen leider damit rechnen, dass es noch weitere derartige tickende Zeitbomben gibt“, sagte die Linken-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

813 Übergriffe in 2018

2018 waren es bundesweit 813 Übergriffe gegen Muslime und Moscheen in Deutschland – deutlich weniger als 2017 mit 1075 islamfeindlichen und antimuslimischen Straftaten. Allerdings stieg die Zahl der Verletzten deutlich von 32 auf 54. Die Bundesregierung verwies darauf, dass durch Nachmeldungen die endgültigen Zahlen noch höher liegen dürften.

Bei fast allen Straftaten gehen die Behörden davon aus, dass es sich bei den Tätern um Rechtsextremisten handelt. Es sei dabei um Nazischmierereien, Drohbriefe, Beleidigungen, Sachbeschädigung und Volksverhetzung gegangen. Über die Höhe des Schadens konnte das Ministerium keine Angaben machen.

Moscheeangriffe: Bundesweit erste Meldestelle online

Wer als Opfer oder Zeuge einen Moscheeangriff erlebt, kann die Tat auch einer bundesweiten Meldestelle mitteilen. Seit dem 1. Juli 2019 hat die „#brandeilig– die Initiative für Moscheeangriffe“ in Köln ihre Arbeit aufgenommen.

Brandeilig.org ist eine Initiative von FAIR international e.V. und hat es sich zum Ziel gemacht, insbesondere diese Form vom antimuslimischen Rassismus sichtbar zu machen. „Wir möchten die Gesellschaft dafür sensibilisieren und eine Erinnerungskultur schaffen“, erklären die Verantwortlichen auf ihrer Webseite. Jeder Angriff auf ein Gotteshaus sei einer zu viel.  (KNA, iQ)

Leserkommentare

Dilaver Çelik sagt:
Auch wenn es im Artikel nicht explizit erwähnt wird, sind die meisten Opfer islamfeindlicher Angriffe wehrlose Frauen. Allein das zeigt schon, dass die Täter feige sind und sich nicht trauen können, sich mit einem Mann anzulegen.
28.03.20
14:54
IslamFrei sagt:
An Diliaver Sicher würden die tapferen KopftuchEntferner auch bei Männer gerne Kopftuch entfernen. Nur aus Mangel an Kopftuchmänner gelingt es oft nicht, eine solche Ordnungswidrigkeit durchzuführen. Ach, wären die MuslimFrauen doch so intelligent wie die Israëlisch Frauen; diese tragen kein Religions-Symbol. Sie lassen ihre Männer Kippa tragen. Israëlische Männer hingegen sind tapfer genug, selber das reale Entfernungsrisiko zu übernehmen. Sehen sie, verehrter Diliaver: nicht potentielle Entferner ( von ihnen diskriminierend ' Täter ' genannt ) sind die Feigen -- -- sondern die Muselmänner; weil sie ihren Frauen rücksichtslos der Gefahr aussetzen. und selber zu feige sind, ein MuslimZeichen öffentlich zu tragen. IslamFrei
01.04.20
15:34
Dilaver Çelik sagt:
Nein, IslamFrei. Wer eine Muslima mit Kopftuch angreift, setzt sich selbst der Gefahr aus, von herbeieilenden Passanten windelweich verprügelt zu werden, bevor er der Polizei übergeben wird. Denn kein gesitteter Mensch wird tatenlos dabei zusehen, dass eine Frau auf offener Straße angegriffen wird.
02.04.20
16:35
IslamFrei sagt:
An Dilaver Wer eine KopftuchFrau angreift, wird von Passanten " windelweich" verprügelt?? Pures Wunschdenken von Ihnen, mein lieber Diliaver. Der Islam und ihre Propapanda-Figuren, die KopftuchFrauen, sind dermassen verrucht, dass nicht einmal Allah jemals Seinen Finger krumm gemacht hätte , so eine zu helfen. Passanten tun das schon gar nicht. Passanten denken sich: " soll die doch ihr Kopftuch zuhause lassen, wenn sie keinen Ärger will ". Sie schauen sich an, wie die Frau ohne Kopftuch aussieht und machen ein erinnerungs Foto . That's all. Die Polizei denkt ähnlich, hat genug zu tun potentielle Muslimische Gefährder aufzuspüren und lässt die Lappalie im Sande verlaufen. Gruss, IslamFrei
11.05.20
15:24