Ramadanfest

Grußbotschaften zum Ramadanfest

Muslime in ganz Deutschland begehen morgen das Ramadanfest. Bundespräsident Gauck und muslimische Religionsgemeinschaften haben mit Grußbotschaften zum Fest gratuliert.

04
07
2016
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Ramadan-Lichter
Der Monat Ramadan ist vorbei, die Muslime begehen das Ramadanfest © by Guillaume Paumier auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Heute endet der Fastenmonat Ramadan. Die Muslime fasten ein letztes Mal, ehe am morgigen Dienstag das Ramadanfest (Eid al-Fitr; Bayram) begangen wird. Bundespräsident Gauck und muslimische Religionsgemeinschaften haben mit Grußbotschaften zum Fest gratuliert.

Ramadanfest – Zeit für Zusammenhalt

Der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), Kemal Ergün, hob in seiner Grußbotschaft die Bedeutung des Zusammenhalts unter den Muslimen hervor. „Feste sind für Muslime Zeiten des Zusammenhalts und der Geschwisterlichkeit“. Das bevorstehende Ramadanfest sei ein Geschenk Gottes an die fastenden Gläubigen. Nun sei die Zeit gekommen, dieses Geschenk entgegen zu nehmen. „Feste sind Tage, an denen wir Muslime unsere Freude teilen. An diesen Tagen rückt die Umma näher zusammen. Die Muslime stärken ihre Geschwisterlichkeit und zeigen ihre Zuneigung zueinander. An diesen schönen Festtagen beten wir füreinander und wünschen uns, dass sich alle versöhnen. Wir besuchen unsere Verwandten und pflegen unsere Beziehung zu ihnen, um der prophetischen Anweisung gerecht zu werden“, sagte Ergün weiter.

Lasst uns Herzen versöhnen, im Ramadan und jederzeit

Und Prof. Dr. Nevzat Yaşar Aşıkoğlu, von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) betonte, dass das diesjährige Motto „Lasst uns Herzen versöhnen, im Ramadan und jederzeit“, den Zusammenhalt unter den Menschen in den Vordergrund stelle.

Das Miteinander stärken

Aiman Mayzek Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) betonte in seiner Grußbotschaft die Bedeutung des Miteinanders in der deutschen Gesellschaft. „Musliminnen und Muslime haben gerade in den nun zu Ende gehenden Fastentagen gezeigt, dass muslimisches Leben und offen praktizierter Islam in Deutschland nicht nur seinen Platz haben, sondern auch innerhalb wie außerhalb unserer Gemeinden Resonanz erfahren“.

Auch Bundespräsident Gauck, der dieses Jahr zum ersten Mal an einem öffentlichen Fastenbrechen teilnahm, sandte eine Grußbotschaft an die Muslime. Er verwies in seiner Grußbotschaft auf das friedliche Miteinander von Muslimen und Nichtmuslimen. „Gerade in einer Zeit, in der das Fastenbrechen überschattet war von islamistischem Terror sowohl im Nahen Osten wie in den Staaten des Westens, müssen wir hochhalten, was beim gemeinsamen Fastenbrechen vielerorts auf so wunderbare Weise greifbar geworden ist: das friedliche Miteinander von Nachbarn und unsere Verbundenheit in der Verantwortungsgemeinschaft dieser Bundesrepublik Deutschland“.