
Monatelang wurde in Österreich über ein Kopftuchverbot an Schulen diskutiert. Jetzt ist es beschlossen. Die Islamische Glaubensgemeinschaft will gegen das neue Gesetz klagen.

Das Egerkinger Komitee fordert ein Kopftuchverbot an Schulen – doch Juristen warnen vor einem heiklen Eingriff in die Religionsfreiheit.

Eine evangelische Gesamtschule in Gelsenkirchen untersagt das Tragen eines Kopftuchs. Die Evangelische Kirche in Deutschland verteidigt diese Regelung. Sie sieht darin keinen Eingriff, sondern einen Ausdruck gelebter Religionsmündigkeit.

Ein neuer Bericht von SOS Mitmensch zeigt, dass das geplante Kopftuchverbot an Schulen laut Expertinnen nicht zur Stärkung von Mädchen beiträgt. Stattdessen empfehlen sie erprobte pädagogische Maßnahmen, um Selbstbestimmung und Gleichberechtigung zu fördern.

Muslimische Vertreter warnen vor einer eskalierenden Kopftuchdebatte in der Schweiz. Verbotsforderungen gefährden aus ihrer Sicht Grundrechte, erschweren Integration und verzerren das Bild muslimischer Frauen.

In Kosovo hat der Oberste Gerichtshof das Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen bestätigt. Eine Frauenorganisation scheiterte mit ihrer Klage – das Gericht erklärte die Regelung für verfassungsgemäß.

Der Bundesrat bleibt beim „Nein“ zu einem nationalen Kopftuchverbot für Schülerinnen. Während Befürworter das Kopftuch als Symbol der Unterdrückung sehen, verweist die Regierung auf Religionsfreiheit und kantonale Zuständigkeiten.

Muslime in Österreich haben im Begutachtungsverfahren eine umfassende Stellungnahme zum geplanten Kopftuchverbot eingebracht. Der Entwurf diskriminiere muslimische Mädchen und widerspreche der Verfassung.

Eine neue Umfrage zeigt: 93 Prozent der muslimischen Frauen in Österreich sprechen sich gegen das geplante Kopftuchverbot an Schulen aus. Sie kritisieren das Gesetz als diskriminierend und islamfeindlich.