
Seit Jahrzehnten wird in Österreich über das Kopftuch gestritten. Ein neues Verbot für Mädchen unter 14 Jahren soll ihre Selbstbestimmung stärken. Die Pädagogin Gülmihri Aytaç zeigt, was die Debatte über die Vorstellungen der Mehrheitsgesellschaft verrät.

Seit Beginn des neuen Schuljahres müssen Mädchen unter 14 Jahren in Österreich auf das Kopftuch verzichten. Eltern und Schüler kritisieren und protestieren gegen das Gesetz.

Ein Gesetzentwurf in Nordrhein-Westfalen soll Ministerien mehr Spielraum bei Vorgaben zum Erscheinungsbild von Beamten geben. Muslime warnen vor möglichen Einschränkungen der Religionsfreiheit.

In Aserbaidschan dürfen Schülerinnen wegen ihres Kopftuchs nicht am Unterricht teilnehmen. Grundlage sind neue Vorschriften zur Schuluniform.

Eine Woche nach dem Inkrafttreten des österreichischen Kopftuchverbots für Schülerinnen unter 14 Jahren berichtet die IGGÖ von Fällen, in denen Mädchen unter Druck geraten seien.

Marine Le Pen will das Kopftuch in Frankreich verbieten. Mit einer Social-Media-Aktion stellen sich französische Frauen gegen das geplante Kopftuchverbot. Sie tragen selbst Kopftuch und bekunden Solidarität mit Musliminnen.

Der Grosse Rat des Kantons Aargau will ein Kopftuchverbot für Schülerinnen bis zum 16. Lebensjahr prüfen lassen. Trotz verfassungsrechtlicher Bedenken wurde ein entsprechender Vorstoss mehrheitlich angenommen.

Im September soll in Österreich ein Kopftuchverbot in Kraft treten. Die Schulamtsleiterin der IGGÖ, Carla Amina Baghajati, kritisiert das geplante Verbot und spricht über verfassungsrechtliche Bedenken und die Auswirkungen auf den Schulalltag.

Ab dem neuen Schuljahr tritt in Österreich ein Kopftuchverbot für Schülerinnen in Kraft. Mehrere Eltern haben Beschwerden beim Verfassungsgerichtshof eingereicht. Dieser muss nun die Zulässigkeit der Anträge prüfen.