
Rund 20 000 Schüler besuchen den Islamunterricht in NRW. Der Bedarf ist deutlich größer. Wie es nach Ende des Modellversuchs weitergehen soll, ist offen.

Die bayerische Landesregierung beschloss heute den Modelversuch Islamunterricht um zwei Jahre zu verlängern. In Bayern wird das Fach nicht als Religionsunterricht in Kooperation mit islamischen Religionsgemeinschaften angeboten.

Das niedersächsische Kultusministerium möchte den Lehrplan des islamischen Religionsunterrichts gegen den Willen des islamischen Beirats ändern. DITIB und Schura kritisieren diesen Schritt und fordern konstruktive Lösungen.

Eine Kreuzberger Familie wollte die Kosten für den Arabisch- und Islamunterricht für die Kinder vom Jobcenter erstattet bekommen. Das Jobcenter lehnte die Anträge ab.

Islamischer Religionsunterricht ist ein ordentliches Lehrfach an Hessens Schulen. Staatliche Lehrkräfte unterrichten das Fach auf Deutsch. Im Hessischen Landtag wird nun darüber diskutiert, wie es mit dem Lehrfach weitergehen soll.

Im November letzten Jahres hat das Oberverwaltungsgericht in Münster entschieden, dass der Islamrat und der ZMD keinen Anspruch auf Islamunterricht hätten. Das Bundesverwaltungsgericht hat das Urteil jetzt aufgehoben. Es bedarf weiterer Klärung. Islamrat und Zentralrat begrüßen die Entscheidung.

Seit 2009 läuft in Bayern ein Modellversuch zum Islamunterricht. Das Modellprojekt läuft nächstes Jahr aus. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) spricht sich für einen Ausbau des Unterrichts aus.

Die AfD will die Verbreitung des Islams in Deutschland behindern. Wie diese Maßnahmen nach Ansicht der Fraktion konkret aussehen sollten, bleibt in dem Antrag offen.

In Berlin besucht jeder zweite Schüler Religionsunterricht oder Lebenskunde. Die Teilnehmerzahl von islamischen Religionsunterricht stieg an.

Der Islamrat und der ZMD haben keinen Anspruch auf eine allgemeine Einführung des islamischen Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) heute entschieden.