Die Bundesbeauftragte für Migration und Integration Aydan Özoguz warnt vor subtilen Formen von Rassismus wie Islamophobie. Diesen müsse man als vielfältige und offene Gesellschaft entgegentreten.
Muslimische und jüdische Vertreter fordern eine separate Erfassung islamfeindlicher und antisemitischer Straftaten. Unterstützt wird die Forderung von der Linkspartei.
Die islamischen Religionsgemeinschaften ZMD und DITIB streiten über die Antisemitismus-Position des KRM und über die Rollenverteilung der Mitgliederorganisationen innerhalb des Dachverbandes.
Vor religiösem Hass warnte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Said Raad al-Hussein. Menschen seien zunehmend Angrifsziel aufgrund ihrer religiösen Überzeugung.
Die Zahl religionsfeindlicher Straftaten in NRW ist im vergangenen Jahr gestiegen. Besonders häufig seien Muslime und Juden von rechtsextremistischen Angriffen betroffen.
Der Zentralrat der Juden empfiehlt, in Problemvierteln, in denen viele Muslime leben, keine Kippa zu tragen. Sowohl Politiker, als auch Juden selbst reagieren mit Unverständnis.
Die SPD-Politikerin Dilek Kolat reagierte auf Äußerungen des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland. Es gebe statistisch gesehen keine besonderen Problemviertel, in denen sich Juden bedroht fühlen müssten.
Muslime weisen pauschalisierende Kritik des Zentralrats der Juden zurück. Soziale Probleme in prekären Stadtteilen dürften nicht islamisiert werden. Stattdessen müsse man gemeinsam gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit vorgehen.
In München schlossen sich 15 Tausend Menschen zu einer Friedenskette der Religionen zusammen, um gegen den Missbrauch der Religionen durch den „Islamischen Staat“ und gegen religionsfeindliche Stimmen in Deutschland zu demonstrieren.