Glossar

Islamische Begriffe werden oft missbraucht und verlieren dadurch ihre eigentliche Bedeutung. Im IslamiQ Glossar geht es um die ursprüngliche Bedeutung der Wörter.

Allahu Akbar

Der Ausdruck „Allahu akbar“ (dt. Allah ist größer) erinnert an das Verhältnis des Menschen zu seinem Schöpfer. Alles kommt von Allah, alles ist ihm zugewandt. Er begleitet die Muslime durch ihre tägliche religiöse Praxis, wie z. B. das Gebet. Extremisten verwenden den Ausdruck oft als Teil ihrer Rhetorik, weshalb er zu einer Chiffre für Gewalt geworden ist. Die religiöse Verwendung wird dadurch ausgeblendet. Die Folge ist, dass Muslime diskreditiert und mit Gewalt in Verbindung gebracht werden.Mehr Infos…

Dschihad

Das Wort „Dschihad“ bezeichnet allgemein die Bemühung bei der Bekämpfung allen Übels und Unrechts. Es wird unterschieden zwischen dem Inneren und dem Äußeren. Wenn er nach außen gerichtet ist, spricht man vom kleinen Dschihad. Der Dschihad beginnt mit der Bekämpfung der eigenen Triebe und der Ungerechtigkeit innerhalb der eigenen Gesellschaft und kann u. U. bis zum Kampf gegen „äußeren Feinde“ gehen.Mit „Dschihad“ ist in erster Linie eine gewaltfreie Auseinandersetzung gemeint. Der bewaffnete Kampf wird im Arabischen als „Kitâl“ bezeichnet. Dieser bewaffnete Kampf umfasst die legitime Verteidigung gegen Bedrohungen und Angriffe, die gegen die Würde des Menschen, die Religion, die Familie und das eigene Land gerichtet sind. Im öffentlichen Diskurs wird der Dschihad oft – fälschlicherweise – als „Heiliger Krieg“ gegen Nichtmuslime wahrgenommen. Damit wird ein Kernbegriff muslimischen Lebens, der im Übrigen ein großes Potenzial für das gesellschaftliche Engagement von Muslimen in sich trägt, in seinem Wesen verzerrt.

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Scharia

Die Scharia (dt. Weg zur Quelle) soll dem Menschen durch grundlegende religiöse und ethische Prinzipien dazu verhelfen, den Weg der Errettung zu finden. Die Vorstellung der Scharia geht über ein Gesetz oder Recht hinaus. Sie ist kein Gesetzbuch, und viel umfassender als ein Normensystem. Im medialen Diskurs wird die Scharia auf körperliche Strafen reduziert. Derlei negative Konnotationen berauben den Begriff seiner Dynamik.

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Inschallah

dt. So Allah will

Muslime werden im Koran aufgefordert, den Ausdruck „Inschallah“ zu verwenden, wenn es um die Zukunft geht. Der Gläubige sollte sich bewusst sein, dass seine zukünftigen Vorhaben nur in Erfüllung gehen, wenn Allah es will. Und wenn etwas doch nicht wie geplant geschieht, sollte der Mensch nicht trauern oder an der Sache zweifeln.

Heutzutage wird der Ausdruck von Muslimen, aber auch Nichtmuslimen als Synonym für „hoffentlich“ oder „vielleicht“ benutzt. Somit wird mit dem Begriff auf etwas Unwahrscheinliches verwiesen, was genau das Gegenteil von dem ist, was Sinn und Zweck dieses Ausdrucks ist.

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