Hadsch 2026

Mekka erwartet Millionen Pilger zum Hadsch

Am Sonntag beginnt in Mekka der diesjährige Hadsch. Millionen Musliminnen und Muslime aus aller Welt nehmen an der Pilgerreise teil.

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05
2026
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Symbolbild: Hadsch © Anadolu Ajans, bearbeitet by iQ.
Symbolbild: Hadsch © Anadolu Ajans, bearbeitet by iQ.

Am Sonntag beginnt für Millionen Musliminnen und Muslime weltweit der diesjährige Hadsch, die große Pilgerreise nach Mekka in Saudi-Arabien. Die Wallfahrt zählt zu den fünf Säulen des Islam und gehört damit zu den zentralen religiösen Pflichten für Gläubige, sofern sie gesundheitlich und finanziell dazu in der Lage sind.

Der Hadsch findet jedes Jahr zu festgelegten Tagen des islamischen Monats Dhu l-Hiddscha statt und kann ausschließlich in diesem Zeitraum vollzogen werden. In diesem Jahr endet die Pilgerfahrt am 29. Mai und geht unmittelbar in das islamische Opferfest Id al-Adha über.

Mehrere religiöse Rituale

Die Pilgerreise umfasst mehrere religiöse Rituale und Stationen in und um Mekka. Dazu gehören der Eintritt in den Weihezustand Ihram, die siebenfache Umrundung der Kaaba in der Großen Moschee, der Weg zwischen den Hügeln Safa und Marwa sowie Aufenthalte in Mina, Arafat und Musdalifa. Ein weiterer zentraler Bestandteil ist die symbolische Steinigung des Teufels in Mina.

Jährlich reisen Hunderttausende bis Millionen Menschen zum Hadsch. Im vergangenen Jahr nahmen rund 1,6 Millionen Pilgerinnen und Pilger teil. Aufgrund begrenzter Kontingente und langer Wartelisten warten viele Gläubige oft jahrelang auf die Möglichkeit, ihre religiöse Pflicht zu erfüllen.

Die saudischen Behörden stehen während des Hadsch vor großen logistischen und sicherheitsrelevanten Herausforderungen. Besonders hohe Temperaturen und große Menschenmengen führten in der Vergangenheit immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen. Im Vorjahr starben während der Pilgerreise mehr als 1.200 Menschen, vor allem infolge extremer Hitze.

Im islamischen Glauben gilt der Hadsch als spirituelle Reise der Reinigung und Erneuerung. Pilgerinnen und Pilger kehren nach religiöser Vorstellung von der Wallfahrt „rein von Sünden“ zurück und werden im Koran als „Gäste Gottes“ beschrieben.