Mit einer Waffe war ein 36-Jähriger durch die schottische Hauptstadt Edinburgh gezogen und verletzte mehrere Menschen. Nach Angaben der britischen Regierung gibt es Hinweise auf ein islamfeindliches Motiv.

Ein 36 Jahre alter Mann ist nach islamfeindlichen Angriffen in Edinburgh festgenommen worden. Der Verdächtige soll am Freitag an mehreren Orten der schottischen Hauptstadt fünf Menschen verletzt haben, teilte die Polizei mit. Keines der Opfer schwebt demnach in Lebensgefahr.
Nach Angaben von muslimischen Organisationen begann die Angriffserie in der Nähe einer Moschee. Mehrere der Verletzten seien Muslime gewesen. Der Tatverdächtige soll anschließend weitere Menschen attackiert und Sachbeschädigungen verübt haben.
Videos in sozialen Netzwerken zeigen einen Mann mit freiem Oberkörper, der mit einer großen Waffe durch Straßen von Edinburgh läuft. Auf weiteren Aufnahmen ist zu sehen, wie Polizeikräfte den Mann überwältigen. In einem Video äußert er, er habe „das Land schützen“ wollen.
Die schottische Polizei leitete ein Strafverfahren gegen den 36-Jährigen ein. Er soll in Kürze einem Gericht vorgeführt werden. Für die Bevölkerung bestehe keine weitere Gefahr, teilten die Ermittler mit.
Der britische Premierminister Keir Starmer sprach von einem „absolut schrecklichen“ Vorfall. Nach bisherigen Erkenntnissen scheine der Verdächtige aus Hass auf Muslime gehandelt zu haben, erklärte Starmer. Ein solches Verhalten werde nicht toleriert und müsse mit der „vollen Härte des Gesetzes“ geahndet werden.
Auch Schottlands Regierungschef John Swinney verurteilte die Angriffe. Für Gewalt, Rassismus und Intoleranz gebe es in Schottland keinen Platz, erklärte er. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.