Christlich-islamischer Dialog

Katholiken und Muslime betonen Verbundenheit

Auf Einladung der Deutschen Bischofskonferenz fand zum dritten Mal der Jahresempfang für die Partner im christlich-islamischen Dialog statt.

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03
2022
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Friedensboten, Christen und Muslime Symbolbild: Christen und Muslime
Symbolbild: Christen und Muslime © shutterstock, bearbeitet by IslamiQ

Beim Jahresempfang der Deutschen Bischofskonferenz für die Partner im christlich-islamischen Dialog haben Katholiken und Muslime ihre gegenseitige Verbundenheit betont. „Es ist von unschätzbarem Wert, wenn Christen und Muslime einander als Geschwister begegnen“, betonte der Augsburger Bischof Bertram Meier am Freitagabend in Köln. Meier ist Vorsitzender der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog der Bischofskonferenz.

Der Empfang fand zum dritten Mal statt. Wie bereits in den Vorjahren stand er im Kontext des Hochfestes Mariä Verkündigung, das die Kirche neun Monate vor Weihnachten, dem Fest von Jesu Geburt, feiert.

Auch der Vositzende des Islamrats, Burhan Kesici, war unter den Gästen. „Es war ein sehr herzlicher Empfang“, erklärt Kesici gegenüber IslamiQ. Mit der Bischofskonferenz gab es bereits im Februar ein Treffen zum Dokument „Über die Brüderlichkeit aller Menschen – Für ein friedliches Zusammenleben“. „Der Dialog mit der Bischofskonferenz baut auf Gemeinsamkeiten auf, was sehr positiv ist. Die Signale des Bischofs lassen hoffen, dass es in Zukunft mehr Treffen geben wird,“ so Kesici.

„Die Mutter Jesu ist eine Figur des Friedens und des Zusammenhalts. Sie spendet Gläubigen der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften Trost und Hoffnung – in einem Umfeld, in dem beides dringend gebraucht wird“, sagte Bischof Meier. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg erinnerte er an die religionsübergreifende Friedensverantwortung: „Der heutige Empfang findet in einer Zeit statt, in der das Grauen des Ukraine-Krieges niemanden kalt lässt, unabhängig von Religion und Weltanschauung. Mit unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei den Ukrainerinnen und Ukrainern, die unter Krieg und Vertreibung leiden.“

Ähnlich äußerte sich der Sprecher des Koordinationsrats der Muslime (KRM), Abdassamad El Yazidi. „Nach Maria wurde eine ganze Sure im Koran benannt. Sie ist ein Symbol der Verbundenheit und des Respekts zwischen Christen und Muslimen.“ Den Schwerpunkt des Empfangs bildete ein Gespräch zwischen dem Bonner katholischen Theologen Klaus von Stosch und der Paderborner muslimischen Theologin Muna Tatari zum Marienbild im Christentum und im Islam. Stosch und Tatari veröffentlichten im vergangenen Jahr das Buch „Prophetin – Jungfrau – Mutter. Maria im Koran.“ (KNA, iQ)