Anschlag in den USA

Muslime solidarisieren sich mit Opfern

Nachdem in Kansas (USA) drei Menschen jüdischen und christlichen Glaubens von einem Ku Klux Klan-Anhänger erschossen wurden, zeigten sich auch Muslime äußerst betroffen von dem Verbrechen. Sie bekundeten ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde und den Opfern.

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Am Sonntag (13.04.2014) tötete ein 76-jähriger Anhänger der rechtsextremen und rassistischen Organisation Ku Klux Klan auf dem Parkplatz eines jüdischen Gemeindezentrums in Kansas, USA, drei Menschen. Der ehemalige Berufssoldat erschoss auf dem Overland Park zunächst einen vierzehnjährigen Jungen und seinen Großvater. Danach tötete er eine weitere Frau in dem nahegelegenen jüdischen Altenheim Village Shalom.

Die Polizei konnte den Täter noch am Ort des Geschehens festnehmen. Dabei rief der Täter laut Medienberichten demonstrativ und unüberhörbar„Heil Hitler!“ sowie weitere antisemitische und rechtsextreme Parolen. Das Motiv des Täters scheint purer Rassismus und Antisemitismus zu sein, obwohl sich später herausstellte, dass die beiden männlichen Opfer christlich waren. Eine Verbindung zwischen den Opfern und dem Täter sollen nicht bestanden haben.

Muslime zeigen Anteilnahme und verurteilen die Tat

Noch am selben Abend versammelten sich jüdische, christliche und muslimische Menschen in einer Kirche in der Nähe des Tatortes, um ein gemeinsames Gebet abzuhalten und den Opfern des Attentates zu gedenken.

In einer Stellungnahme erklärte der Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen (CAIR-Council on American-Islamic Relations), die größte muslimische Organisation und islamische Repräsentationsinstanz in den USA seine Anteilnahme und Solidarität. „Muslimische Mitbürger solidarisieren sich mit der amerikanisch-jüdischen Gemeinde. Im Gedenken an die Angehörigen der getöteten und verletzten Opfer verurteilen wir diese teuflische und hasserfüllte Tat. Amerikaner aller Glaubensrichtungen müssen gemeinsam diese Art von extremistischen Ideologien zurückweisen, die zu solch unentschuldbaren und skrupellosen Taten führen können“, heißt es in einer Erklärung. (KNA/iQ)