
Am Jahrestag des Genozids in Srebrenica werden weitere 14 Opfer bestattet. Das jüngste unter den Identifizierten ist 17 Jahre alt.

Um die Erinnerung an den Völkermord von 1995 zu verdrängen, schlagen Politiker der bosnischen Serben eine Umbenennung von Srebrenica vor.

Das UN-Kriegsverbrechertribunal hat den Antrag von Ratko Mladić auf vorläufige Freilassung abgelehnt. Mladić, der wegen Völkermords lebenslang in Haft ist, darf weder vorzeitig entlassen noch seine Strafe in Serbien absitzen.

Trotz des Widerstands Serbiens hat die UN-Vollversammlung für die Einführung eines Gedenktags zum Massaker von Srebrenica im Jahr 1995 gestimmt. Deutschland und Ruanda hatten den Resolutionsentwurf eingebracht.

Bosnien-Herzegowina geht erstmals gerichtlich gegen einen mutmaßlichen Völkermord-Leugner vor. Bald könnten viele weitere solcher Klagen folgen, wenn ein geplanter UN-Beschluss den Weg ebnet.

Die Vereinten Nationen wollen eine Resolution zum Genozid in Srebrenica verabschieden und die Leugnung des Völkermords verurteilen. Gegen dieses Vorhaben wurde in der Teilrepublik Republika Srpska nun demonstriert.

Die Spannungen in Bosnien nehmen kein Ende. Nun sorgt die Gemeindeversammlung in Srebrenica für den nächsten Skandal. Mehrere Straßen sollen nun nach Genozidverbrechern umbenannt werden.

In Srebrenica wurde am Sonntag eine neue muslimisch-jüdische Friedensinitiative gegründet, um den Dialog zwischen Muslimen und Juden zu fördern.

Der Genozid in Srebrenica ist noch immer allgegenwärtig und beschäftigt viele Menschen in und außerhalb Bosniens. Nun wurden weitere fünf ehemalige Mitglieder der bosnisch-serbischen Armee wegen Beteiligung am Genozid verhaftet.