
Kriegsverbrecher Ratko Mladić ist tot. Er starb in Den Haag, wo er wegen Völkermordes lebenslang in Haft saß.

Das Srebrenica Memorial Center hat binnen eines Jahres 149 Fälle von Völkermordleugnung dokumentiert – mehr als 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Stiftung warnt vor wachsender Verharmlosung und antimuslimischer Hetze.

31 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica werden in Potočari zehn weitere Opfer beigesetzt. Tausende Menschen nehmen an den Gedenkveranstaltungen teil, darunter auch hunderte Jugendliche aus Deutschland und Europa.

Der „Marš Mira“ erinnert jährlich an die Opfer und Überlebenden des Genozids von Srebrenica. Zehra Karataş, Vorsitzende der IGMG-Frauenjugendorganisation, spricht über die gelebte Erinnerungskultur und warum Geschichte vor Ort anders erfahrbar wird.

Zum Jahrestag des Genozids von Srebrenica werden zehn weitere identifizierte Opfer beigesetzt. Unter ihnen sind eine 20-jährige und ein 56-jähriger Mann. Weitere Identifizierungen sind bis zum Gedenktag möglich.

Opferverbände des Bosnien-Genozids lehnen eine mögliche Verlegung des verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladić nach Serbien entschieden ab.

Ratko Mladić bleibt trotz schwerer Erkrankung in Haft. Das UN-Gericht in Den Haag sieht keine ausreichenden humanitären Gründe für eine vorzeitige Entlassung des verurteilten Völkermörders.

Ein Graffiti mit der Aufschrift „Ratko Mladić Heroj“ an einem bosniakischen Zentrum in Oberentfelden sorgt für Entsetzen – wenige Tage nach dem Srebrenica-Jahrestag. Die Polizei ermittelt.

Zum 30. Jahrestag des Srebrenica-Genozids erhebt Munira Subašić ihre Stimme – gegen das Vergessen, gegen das Schweigen Europas und für Gerechtigkeit.

Am 11. Juli gedenkt die Welt der Opfer des Srebrenica-Genozids. Vor 30 Jahren töteten serbische Nationalisten mehr als 8.000 Muslime. Ein Überlebender und der UN-Chefankläger erinnern sich an die Gräuel.