
Auch zehn Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU ist die vollständige Aufklärung nicht abgeschlossen. Hinterbliebenen und ihre Anwälte sind unzufrieden.

Die rechtsextreme Terrorgruppe „NSU“ ermordete zehn Menschen, verübte Sprengstoffanschläge und beging Raubüberfälle. Vor zehn Jahren wurde sie enttarnt. Eine Chronologie.

Innenminister Beuth hat nach den rechtsextremen Vorfällen bei der hessischen Polizei eine neue Fehlerkultur bei den Sicherheitskräften angemahnt. Mehr Offenheit nach innen und außen soll dabei ein entscheidendes Kriterium sein.

Zehn Jahre nach Enttarnung der NSU-Terrorzelle sind nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer die notwendigen Konsequenzen aus dem damaligen Versagen der Behörden gezogen.

Die NSU-Terroristin Beate Zschäpe wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie will das jedoch nicht hinnehmen und reicht nun Verfassungsbeschwerde ein.

Unter dem Motto „Kein Schlussstrich“ setzen sich Theater und kulturelle Institutionen aus 15 Städten von Donnerstag an mit dem Terror des NSU auseinander.

Anfang November jährt sich das Auffliegen der NSU-Terrorzelle zum zehnten Mal. In Chemnitz werden Forderungen nach einem Gedenkort für die NSU-Opfer und einem Dokumentationszentrum laut.

Zehn Jahre nach dem Auffliegen der NSU-Morde sind Angehörige und Beobachter enttäuscht wegen vieler ungeklärter Fragen. Hoffnung auf eine lückenlose Aufklärung hätten die Hinterbliebenen mittlerweile aufgegeben.

Das „Dokumentarhörspiel zum NSU-Prozess“ wurde zum Hörbuch des Jahres 2021 gekürt. Das Dokumentarhörspiel beruht auf einer Sammlung von Prozess-Protokollen der ARD-Gerichtsreporter.