
Nach dem Erfolg bei Wahl zum Bundespräsidenten, schürt der islamfeindliche und rechtspopulistische FPÖ-Politiker Norbert Hofer weiterhin Hass gegen Muslime. Hofer wirft männlichen Flüchtlingen pauschal eine integrationsverweigernde Haltung vor.

Bundespräsident Joachim Gauck kritisiert die anti-islamische Propaganda der AfD und betont, dass Muslime ein Teil Deutschlands seien.

Der Umgang mit dem Islam sorgt weiter für Diskussionen. In der Debatte um einen Anti-Islam-Kurs der AfD weist der frühere Verfassungsrichter Dieter Grimm darauf hin, dass Religionen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sein müssen.

Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge für ein Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit. Andererseits sind die meisten nicht damit einverstanden, den Bau von Minaretten gesetzlich einzuschränken

Islamwissenschaftler Bülent Uçar vergleicht die AFD mit Salafisten, da beide Gruppierungen den Islam als nicht demokratietauglich ansehen. Die Rhetorik sei sehr ähnlich.

Die nationalistische Patriotische Front (PF) in Bulgarien brachte am Mittwoch einen Gesetzentwurf ins Parlament ein, mit dem das öffentliche Tragen von Burkas verboten werden soll.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan spricht sich für die Einführung einer muslimischen „Kirchensteuer“ aus. So möchte man die Finanzierung der Imame aus dem Ausland eindämmen.

Der Präses der Evangelischen Kirche Deutschland ist der Meinung, dass die AfD nicht nur dem Recht der Religionsfreiheit, sondern der ganzen Gesellschaft schadet. In einer Pressemitteilung hat er sich strikt gegen den Anti-Islam Kurs der AfD gestellt.

Nach letzten Schätzungen leben circa 4 Millionen Muslime in Deutschland. Die große Mehrheit ist sunnitisch und türkischstämmig. Flüchtlinge und Asylbewerber sind noch nicht in der Statistik erfasst.

„Viehzeug“, „Gelumpe“, „Dreckspack“. Wegen dieser Bezeichnungen für Flüchtlinge und Muslime steht Pegida-Chef Bachmann vor Gericht. Der Vorwurf: Volksverhetzung.