Eine 25-jährige Muslimin ist in Berlin islamfeindlich beleidigt und angegriffen worden. Die Angreiferin soll zudem nationalsozialistische Äußerungen gerufen haben.

Eine muslimische Frau mit Kopftuch ist in Berlin-Köpenick rassistisch beleidigt und angegriffen worden. Eine andere Frau soll sie nach Aussagen einer Zeugin am Freitagabend aufgrund ihres Kopftuchs zunächst beleidigt haben, wie die Polizei mitteilte.
Danach sei die Angreiferin mit erhobenen Fäusten auf die 25-jährige Frau zugerannt und habe sie gegen die Schulter geschlagen.
Die 36 Jahre alte Zeugin ging eigenen Angaben zufolge dazwischen. Die Angreiferin ging daraufhin weg, habe dabei aber weitere Beleidigungen und “nationalsozialistisch motivierte” Äußerungen gerufen.
Die Zahl antimuslimischer Straftaten bleibt auch in Deutschland hoch. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervorgeht, wurden im Jahr 2025 insgesamt 1032 Angriffe auf Muslime und Moscheen registriert.
Allein im zweiten Halbjahr zählten die Sicherheitsbehörden 543 islamfeindliche Vorfälle im Bereich der politisch motivierten Kriminalität. Ein erheblicher Teil der Fälle ereignete sich außerhalb klassischer Gewaltsituationen im öffentlichen Raum. Besonders betroffen waren Musliminnen, die Kopftuch tragen. (dpa, iQ)