Sachsen-Anhalt

Migranten streiken vor den Wahlen gegen absolute AfD-Mehrheit

Mit einem „Migra-Streik“ wollen migrantische Gewerbetreibende in Magdeburg vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein Zeichen gegen die Politik der AfD setzen. Für den 26. August sind Betriebsschließungen und eine Kundgebung vor dem Landtag geplant.

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Symbolbild: Laden ist geschlossen © shutterstock, bearbeitet by IslamiQ.
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Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wollen migrantische Gewerbetreibende mit einem „Migra-Streik“ gegen Rassismus und Ausgrenzung protestieren. Hintergrund ist nach Angaben der Organisatoren vor allem die Politik der AfD. Die Partei schüre Rassismus, indem sie Migranten, Geflüchtete und Menschen unterschiedlicher Herkunft für gesellschaftliche Probleme verantwortlich mache, heißt es im Aufruf.

Am 26. August sollen sich beteiligte Geschäfte und Betriebe in Magdeburg von 10 bis 15 Uhr freiwillig an der Aktion beteiligen. Im Anschluss ist eine Kundgebung vor dem Landtag mit einer Presseerklärung geplant. Die Veranstalter wollen damit nach eigenen Angaben auf die Sorgen von Menschen mit Migrationsgeschichte aufmerksam machen.

Mit Blick auf die Landtagswahl am 6. September fühlten sich viele Menschen mit Migrationsgeschichte durch die politische Entwicklung und insbesondere durch die AfD bedroht, teilte der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt mit. Der Verband unterstützt die selbstorganisierte Initiative.

„Wir schließen heute unsere Türen“

Die Organisatoren kritisieren unter anderem Forderungen nach massenhaften Abschiebungen und eine politische Debatte, in der die Zugehörigkeit von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Migrationsgeschichte infrage gestellt werde. „Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der Herkunft nicht darüber entscheidet, wer dazugehört“, heißt es im Streikaufruf.

Die Aktion solle zugleich ein friedliches und demokratisches Zeichen setzen. „Wir schließen heute unsere Türen, damit sich morgen nicht die Türen zu einer freien und demokratischen Gesellschaft schließen“, erklären die Initiatoren.

AfD als gesichert rechtsextremistisch eingestuft

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Bei der vergangenen Landtagswahl 2021 war die AfD mit 20,8 Prozent zweitstärkste Kraft geworden. In Sachsen-Anhalt ist die AfD vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden.