Klinikum Lippe richtet muslimische Gebetsräume ein

Das Klinikum Lippe hat an seinen Standorten in Detmold und Lemgo muslimische Gebetsräume eröffnet. Die Räume stehen Patienten und Angehörigen zur Verfügung und ergänzen das bestehende Angebot christlicher Andachtsräume.

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07
2026
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Gebetsraum in Detmold © Klinikums Lippe, bearbeitet by IslamiQ.
Gebetsraum in Detmold © Klinikums Lippe, bearbeitet by IslamiQ.

Das Klinikum Lippe hat an seinen Standorten in Detmold und Lemgo muslimische Gebetsräume eröffnet. Die neuen Räume stehen Patientinnen und Patienten, Angehörigen, Besuchern sowie Mitarbeitenden offen und sollen eine religiöse Ausübung während eines Krankenhausaufenthalts ermöglichen.

Nach Angaben des Klinikums ergänzen die Gebetsräume die bereits bestehenden christlichen Andachts- und Gebetsräume. An beiden Standorten wurden zudem Bereiche für die rituelle Waschung eingerichtet.

Bei der Eröffnung betonte der kaufmännische Geschäftsführer des Klinikums, Niklas Cruse, die Bedeutung eines kultursensiblen Gesundheitswesens. Die neuen Räume seien ein sichtbares Zeichen für einen respektvollen und offenen Umgang mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion. Gerade in schwierigen Lebenssituationen könne der Glaube Halt und Orientierung geben, erklärte Cruse.

Pflegedirektor Andreas Zeisberg sagte, die Gebetsräume seien in enger Zusammenarbeit mit den IGMG-Gemeinden DITIB-Gemeinden aus Detmold und Lemgo entstanden. Die Abstimmung sei von Offenheit und gegenseitiger Wertschätzung geprägt gewesen. Ziel sei es gewesen, die Bedürfnisse muslimischer Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigter angemessen zu berücksichtigen.

Begleitet wurde das Projekt von den Beauftragten für Kultursensibilität des Klinikums. Sie sollen auch künftig als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und den Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt im Krankenhaus unterstützen.

Die muslimischen Gebetsräume befinden sich am Standort Detmold in der ersten Etage des Bettenhauses und am Standort Lemgo im Untergeschoss. Sie sind entsprechend ausgeschildert und können von allen muslimischen Patientinnen und Patienten, Angehörigen, Besuchern und Mitarbeitenden genutzt werden.