Ein verdächtiger Gegenstand und betende Männer haben am Samstag einen Großeinsatz der Polizei in einem Bremer Kino ausgelöst. Das Kino wurde geräumt. Die Durchsuchung verlief jedoch ohne Befund.

Nach einem Gefahrenhinweis hat die Polizei am Samstagabend ein Kino am Bremer Hauptbahnhof vorsorglich geräumt. Rund 300 bis 350 Besucher mussten das Gebäude verlassen, nachdem Zeuginnen auf vier Männer aufmerksam gemacht hatten, die in einem Kinosaal gebetet und eine Tasche mit herausragenden Kabeln bei sich getragen haben sollen. Das teilte die Polizei mit.
Den Angaben zufolge wandten sich die Frauen gegen 23 Uhr an Mitarbeiter des Kinos. Sie berichteten, die Männer hätten während ihres Gebets die Hände erhoben. Zudem sei ihnen eine Tasche aufgefallen, aus der Kabel herausgeragt hätten. Die Männer verließen das Gebäude anschließend und konnten von den Einsatzkräften nicht mehr angetroffen werden.
Der Kinobetreiber überprüfte zunächst den betroffenen Saal, in dem sich etwa 150 Besucher befanden. Da sich der Hinweis vor Ort nicht aufklären ließ, verständigte er die Polizei. In Abstimmung mit den Beamten wurde ein Feueralarm ausgelöst, um das Kino kontrolliert zu räumen.
Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte weder die beschriebenen Männer noch einen verdächtigen Gegenstand. Auch Hinweise auf eine konkrete Gefährdung ergaben sich nach Angaben der Polizei nicht. Nach rund einer Stunde konnte der Kinobetrieb wieder aufgenommen werden.
Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen. Die Polizei bittet insbesondere die vier Frauen, die den Hinweis gegeben hatten, sich als Zeuginnen zu melden. Die Ermittlungen dauern an.