Ein Mann ruft in Soest und Lippstadt mehrfach rechtsextreme und rassistische Parolen. Die Polizei schreitet ein. Der Staatsschutz ermittelt.

Ein 51-jähriger Mann hat am Dienstag in Soest und später in Lippstadt wiederholt rechtsextreme und rassistische Parolen gerufen und damit Polizeieinsätze ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, fiel der Mann zunächst gegen 12.30 Uhr in der Soester Fußgängerzone auf.
Zeugen berichteten, er habe lautstark unter anderem „Deutschland den Deutschen“ gerufen. Einsatzkräfte der sogenannten Altstadtstreife stellten den Mann daraufhin im Bereich eines Drogeriemarktes. Gegen ihn wurde eine Anzeige wegen Volksverhetzung gefertigt, zudem erhielt er einen Platzverweis für die Innenstadt.
Anschließend verließ der Mann den Bereich offenbar in Richtung Bahnhof, fiel jedoch wenig später erneut auf. Vor einem Hotel soll er wiederholt ausländerfeindliche Parolen gerufen und den Hitlergruß gezeigt haben. Danach fuhr er laut Polizei mit dem Zug nach Lippstadt. Dort wurde die Polizei gegen 14.40 Uhr erneut alarmiert. In der Innenstadt habe der Mann unter anderem eine Jugendliche mit Kopftuch beleidigt sowie erneut rechtsextreme Parolen skandiert. Auch vor einem Imbiss soll er entsprechend aufgetreten sein.
Die Beamten trafen den Mann an und stellten bei einem Atemalkoholtest einen Wert von rund 1,7 Promille fest. Er erhielt erneut einen Platzverweis. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet, wie in solchen Fällen mit politischem Hintergrund üblich. Die Ermittlungen dauern an.