Berlin

Polizei ermittelt nach rassistischem Vorfall in Neukölln

Drei junge Frauen werden im Volkspark Hasenheide wegen ihrer Hautfarbe beleidigt. Die Polizei spürt den Verdächtigen auf.

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08
2026
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Symbolbild: Polizei © shutterstock, bearbeitet by IslamiQ.
Symbolbild: Polizei © shutterstock, bearbeitet by IslamiQ.

Nach einem rassistischen Vorfall in Neukölln ermittelt der Staatsschutz der Berliner Polizei. Ersten Ermittlungen zufolge soll ein Mann am Samstag im Volkspark Hasenheide drei Frauen im Alter von 23, 24 und 27 Jahren wegen ihrer Hautfarbe rassistisch beleidigt haben. Alarmierte Einsatzkräfte nahmen den 37-Jährigen nach einer Suchaktion nahe dem Sommerbad Neukölln fest und brachten ihn zu einer Polizeidienststelle. Er wurde später wieder entlassen, gegen ihn wurde aber ein Strafverfahren eingeleitet.

Kein Einzelfall

Ein 59-Jähriger soll vergangene Woche nach Zeugenaussagen eine Elfjährige auf einem Spielplatz im Berliner Bezirk Lichtenberg rassistisch beleidigt und sich volksverhetzend geäußert haben. Der Mann habe gegenüber dem Mädchen unter anderem von einer Tötung aufgrund ihrer Herkunft gesprochen und dabei eine Formulierung mit Bezug zum Nationalsozialismus verwendet, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

Der 59-Jährige saß den Angaben zufolge auf einer Bank daneben. Nachdem er den Ort verlassen hatte, konnte die Polizei ihn mit Hilfe von Zeugen ausfindig machen. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen des Verdachts der Beleidigung und Volksverhetzung.

Bundesweit wurden 3176 rassistische Angriffe erfasst

Rassistische Gewalt verharrt in Deutschland nach Einschätzung einschlägiger Beratungsstellen auf einem „alarmierend hohen Niveau“. Der Dachverband VBRG registrierte im vergangenen Jahr 3.176 rechts, rassistisch und antisemitisch motivierte Angriffe. Damit wird zwar der Höchstwert aus dem Jahr 2024 unterschritten, als rund 3.450 Fälle gezählt wurden, doch die Zahl liegt deutlich höher als in den Jahren zuvor. (dpa/iQ)