Berlin

Mann soll Elfjährige auf Spielplatz mit dem Tod bedroht haben

Die Elfjährige spielte mit anderen Kindern, als ein 59-Jähriger sie von einer Bank aus beleidigt haben soll. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Beleidigung und Volksverhetzung.

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Spielplatz Kinder
Symbolbild: Spielplatz © shutterstock, bearbeitet by iQ.

Ein 59-Jähriger soll nach Zeugenaussagen eine Elfjährige auf einem Spielplatz im Berliner Bezirk Lichtenberg rassistisch beleidigt und sich volksverhetzend geäußert haben. Der Mann habe gegenüber dem Mädchen unter anderem von einer Tötung aufgrund ihrer Herkunft gesprochen und dabei eine Formulierung mit Bezug zum Nationalsozialismus verwendet, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

Die Elfjährige spielte am frühen Dienstagabend mit mehreren anderen Kindern auf einem Spielplatz an der Wönnichstraße.

Der 59-Jährige saß den Angaben zufolge auf einer Bank daneben. Nachdem er den Ort verlassen hatte, konnte die Polizei ihn mit Hilfe von Zeugen ausfindig machen. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen des Verdachts der Beleidigung und Volksverhetzung.

Bundesweit wurden 3176 rassistische Angriffe erfasst

Rassistische Gewalt verharrt in Deutschland nach Einschätzung einschlägiger Beratungsstellen auf einem „alarmierend hohen Niveau“. Der Dachverband VBRG registrierte im vergangenen Jahr 3.176 rechts, rassistisch und antisemitisch motivierte Angriffe. Damit wird zwar der Höchstwert aus dem Jahr 2024 unterschritten, als rund 3.450 Fälle gezählt wurden, doch die Zahl liegt deutlich höher als in den Jahren zuvor. (dpa, iQ)