Muhammad Afzal stellte sich nach dem Anschlag in Mannheim dem flüchtenden Täter entgegen und half, weitere Opfer zu verhindern. Nun ist er mit der Rettungsmedaille des Landes ausgezeichnet worden.

Für seinen mutigen Einsatz beim tödlichen Anschlag in der Mannheimer Innenstadt ist der Taxifahrer Muhammad Afzal mit der Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg geehrt worden. Die Auszeichnung überreichte Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident Manuel Hagel (CDU) am Montag im Mannheimer Gemeinderat.
Afzal hatte am 3. März 2025 den Täter verfolgt, nachdem dieser mit seinem Auto gezielt mehrere Menschen angefahren hatte. Durch lautes Hupen warnte der Taxifahrer Passanten vor der Gefahr. Als der Angreifer in eine Sackgasse fuhr, blockierte Afzal mit seinem Taxi die Ausfahrt und verhinderte nach Angaben des Landes eine Fortsetzung der Todesfahrt. Kurz darauf konnte die Polizei den Täter festnehmen.
„Mit seinem geistesgegenwärtigen und couragierten Einsatz hat Muhammad Afzal anderen selbstlos das Leben gerettet und ein noch größeres Blutbad verhindert“, sagte Hagel. Afzal habe in einer hochdynamischen Situation außergewöhnliche Entschlossenheit und Mut bewiesen. Dafür danke er ihm persönlich.
Auch Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht würdigte den Einsatz des Taxiunternehmers. Afzal habe ohne zu zögern sein eigenes Leben riskiert, um andere Menschen zu schützen. Er selbst habe den Mann bereits beim Neujahrsempfang der Stadt geehrt und für die Rettungsmedaille vorgeschlagen.
Bei dem Anschlag waren eine Frau und ein Mann getötet worden. Vier weitere Menschen erlitten schwere, zehn leichte Verletzungen. Hagel erinnerte bei der Ehrung an das anhaltende Leid der Opfer und ihrer Angehörigen. Zwar sei das juristische Urteil inzwischen gesprochen, die Folgen der Tat seien für die Betroffenen jedoch bis heute spürbar.