Würzburg

Gold mit Kopftuch: Sumaya Jebli wird Europameisterin

Mit 14 Jahren ist Sumaya Jebli aus der Waldstadt U16-Europameisterin im Hand-to-Hand-Fighting. In ihrer eigentlichen Sportart Judo darf sie wegen ihres Kopftuchs jedoch nicht an Wettkämpfen teilnehmen.

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Symbolbild: Budo Sportlerin mit Kopftuch
Symbolbild: Kampfsport © shutterstock, bearbeitet by iQ.

Die 14-jährige Sumaya Jebli aus der Waldstadt ist U16-Europameisterin im Hand-to-Hand-Fighting. Bei den Junioren-Europameisterschaften in Würzburg setzte sich die Neuntklässlerin des Otto-Hahn-Gymnasiums in ihrer Altersklasse durch und gewann die Goldmedaille.

Eine besondere Bedeutung hat der Erfolg für die junge Sportlerin auch wegen ihres Kopftuchs. Als gläubige Muslimin trägt sie aus religiösen Gründen ein Kopftuch. Während dem Hand-to-Hand-Fighting darf sie es unter dem Kopfschutz tragen. In ihrer ursprünglichen Sportart Judo ist das bei Wettkämpfen derzeit nicht erlaubt, weshalb sie dort nicht an Turnieren teilnehmen kann, obwohl sie seit ihrem fünften Lebensjahr Judo trainiert.

Hand-to-Hand-Fighting vereint Techniken aus Boxen, Kickboxen, Judo, Ringen und Jiu-Jitsu. Auch Erfahrungen aus Taekwondo, Kickboxen und Sambo kamen Jebli bei ihrem Turniersieg zugute.

Nach ihrem Europameistertitel richtet die Nachwuchsathletin den Blick bereits nach vorne: Vom 24. bis 27. April startet sie beim World Cup in Waldshut-Tiengen. Dort möchte sie erneut um eine Medaille kämpfen. Langfristig träumt die 14-Jährige von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen – und hofft gleichzeitig, dass künftig auch im Judo Wettkämpfe mit Sportkopftuch möglich sein werden.