Tempelberg

Kein Freitagsgebet in der Aksa-Moschee für Muslime

Mitten im Ramadan wird der Zugang zum Tempelberg untersagt. Muslime konnten heute dort nicht das Freitagsgebet verrichten. Begründet wird das mit Sicherheitsbedenken.

06
03
2026
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Jerusalem Tempelberg
Symbolbild: Al Quds © shutterstock, bearbeitet by iQ.

Muslime werden am dritten Freitag des Fastenmonats Ramadan nicht ihre Gebetsstätten auf dem Tempelberg zum Mittagsgebet aufsuchen können. Zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit und zum Schutz der Bevölkerung blieben alle heiligen Stätten in der Altstadt von Jerusalem, einschließlich der Klagemauer, der Al-Aksa-Moschee und der Grabeskirche, am Freitag geschlossen, erklärte der Chef der israelischen Zivilverwaltung, Brigadegeneral Hisham Ibrahim, am Donnerstag. Gläubigen und Besuchern aller Religionen werde der Zutritt nicht gestattet.

An den beiden bisherigen Freitagen des Ramadans waren nach Angaben der zuständigen muslimischen Stiftung jeweils bis zu 100.000 Gläubige zum Mittagsgebet auf das Areal mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee gekommen.

Dazu hatten auch 10.000 Muslime aus dem Westjordanland die Erlaubnis zur Fahrt nach Jerusalem erhalten.

Der Tempelberg in Jerusalems Altstadt ist immer wieder Brennpunkt religiöser Spannungen. Muslime verehren ihn als „Haram al-Scharif“ (Edles Heiligtum). Der Überlieferung nach standen dort früher die jüdischen Tempel, heute beten an der Stelle Muslime in der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom mit seiner vergoldeten Kuppel.

Nach dem Status quo dürfen Nichtmuslime das Areal des Tempelbergs nur an bestimmten Tagen betreten. Muslime jedoch dürfen dort täglich beten.(KNA, iQ)