Recklinghausen

Erneut erhält eine Moschee einen abgebrannten Koran mit Fäkalien

In den vergangenen Wochen haben mehrere Moscheen in NRW einen Umschlag mit einem abgebrannten Koran bekommen. Nun kam es zu einem weiteren Vorfall.

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2023
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Straftaten, Polizei
Symbolbild: Polizei © shutterstock, bearbeitet by iQ.

Nach ähnlichen Fällen Ende Oktober ist in Recklinghausen erneut eine Hassbotschaft mit islamfeindlichen Äußerungen im Briefkasten einer Moschee (Fatih Vakfı) entdeckt worden. Auch in diesem Fall seien der Nachricht Fäkalien und Fleischteile beigelegt gewesen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen.

Die Polizei sucht nach Zeugen. Es sei möglich, dass die Nachricht schon mehrere Tage im Briefkasten gelegen habe, hieß es.

Bereits Ende Oktober hatte die Polizei an zwei Moscheen im Kreis Recklinghausen Briefe mit Hassbotschaften und Hundekot sichergestellt. Bei den Fällen in Recklinghausen und Castrop-Rauxel wurde je ein Umschlag gefunden, der auch teils verbrannte Koranseiten enthielt.

Insgesamt haben in Nordrhein-Westfalen nun acht Moscheen diesen Umschlag erhalten. Die Recklinghausen Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen verurteilte die Taten aufs Schärfste: „Unsere Gesellschaft ist geprägt von Zusammenhalt, Solidarität und Respekt. Für jede Form von Islamfeindlichkeit, Antisemitismus oder Rassismus haben wir keinen Platz.“ 

Drei Straftaten auf Muslime pro Tag

Auch die Zahl der Angriffe gegen Muslime und Moscheen in Deutschland hat wieder zugenommen. In den ersten neun Monaten wurden bereits mehr Angriffe registriert als im Vorjahr. Insgesamt hat die Polizei 686 islamfeindliche Angriffe erfasst. Die Bundesregierung hat zwischen Juli und September bislang 271 Angriffe auf Muslime, die aus islamfeindlicher Motivation heraus begangen wurden. Darunter galten 20 Angriffe auf eine Moschee. (dpa, iQ)