DUISBURG

Polizei sucht nach Brandanschlag auf Moschee nach Täter

Nach dem Brandanschlag auf eine Moschee in Duisburg dauern die Ermittlungen an. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde.

18
06
2021
Moschee in Duisburg
Eingang der IGMG-Moschee in Duisburg

Nach dem Brand an einer Moschee in Duisburg sucht die Polizei nach dem mutmaßlichen Täter. Bei der Moschee handelt es sich um eine Gemeinde der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG). Die Polizei Duisburg geht davon aus, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde und bittet um Zeugenhinweise.

Besonders interessiert sind die Ermittler an Hinweisen zu einem Radfahrer, der sich zum Zeitpunkt des Brandes in der Nähe befunden haben soll. An seinem Vorderrad war nur ein Katzenauge angebracht. 

Am frühen Sonntagmorgen hat an der Friedrich-Engels-Straße in Marxloh ein Müllcontainer gebrannt. Die Flammen und die Hitze beschädigten Fassade und Fensterscheiben des angrenzenden Gebäudes einer Moschee. Verletzt hat sich niemand. Auch Teile eines an der Straße parkenden Mercedes schmolzen bzw. verformten sich. Zeugen unternahmen erste Löschversuche bis die Feuerwehr eintraf und den Brand komplett löschte.

Brandanschläge auf Moscheen – kein Einzelfall

Auch die Hagener Ulu-Moschee der IGMG wurde am 25.05.2019 Opfer eines Brandanschlags. Dabei wurden sechs Müllcontainer mit einer Zigarettenkippe in Brand gesetzt. Zum Glück breitete sich das Feuer nicht auf das Gebäude aus, sodass Schlimmeres verhindern werden konnte. Unmittelbar vor dem Brandanschlag hatte laut Polizei ein Mann mit zwei Hunden den Durchgang der Moschee betreten und war kurz darauf wieder herausgekommen. Nach seiner Verhaftung wurde er wieder freigelassen, da laut Polizei kein Haftgrund bestand. Auch ging die Polizei anfangs nicht von einer rassistisch motivierten Tat aus.

Erst nach einem Gutachten eines Brandsachverständigen ergab sich der Verdacht, dass der 53-Jährige den Brand vorsätzlich herbeigeführt habe. So konnte der 53-jährige Täter im Februar 2020 vom Schwurgericht in Hagen wegen versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt werden. Der Angeklagte erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.

Leserkommentare

Dilaver Çelik sagt:
Ich frage mich was im Kopf der Täter abgeht, wenn sie solche Schandtaten verüben. Kindheitstraumata entschuldigen keine Straftaten. Wer glaubt, für Deutschland etwas gutes zu tun, wenn er Moscheen angreift, der erweist damit Deutschland nur einen Bärendienst. Und die Bundesregierung unternimmt bis heute nichts gegen die jährlichen Moscheeangriffe, obwohl sie Kenntnis davon hat. Da frage ich mich, warum wir solche Leute dann wählen, wenn sie nicht für die Sicherheit der Bürger sorgen sollen. Bei den nächsten Wahlen wird die Bundesregierung ihre Quittung dafür kriegen.
18.06.21
16:29